Todesdrama in Texas„Sie war plötzlich weg” – Influencerin Mara ertrinkt bei Triathlon in See

Ihre Freunde hatten sie noch gewarnt!
Nur einen Tag vor ihrem Start beim Triathlon in der Nähe von Houston (US-Bundesstaat Texas) lächelte Mara Flávia Araújo für ihre Follower in die Kamera. Im Badeanzug, bereit fürs Training, schrieb die 38-Jährige zu ihrem Selfie: „Ein weiterer Arbeitstag.“ Wenige Stunden später sprang sie am Samstagmorgen (18. April) für die erste Teildisziplin des Triathlons in einen See – und bezahlte ihren sportlichen Traum mit dem Leben.
Ironman in Texas: Teilnehmerin ertrinkt in Lake Woodlands
Schwimmen, Radfahren, Laufen – aus diesen drei Sportarten besteht ein Triathlon. Mara Flávia Araújo begann 2019 nach gesundheitlichen Problemen, wie die britische Zeitung Sun berichtet, mit der Königsdisziplin des Ausdauersports. „Ich habe darin eine Möglichkeit gesehen, wiedergeboren zu werden“, schrieb sie einmal auf Instagram. Regelmäßig hielt die 38-Jährige auf Instagram ihre rund 58.000 Follower über ihre Trainingseinheiten und Erfolge auf dem Laufenden. Schnell wurde sie erfolgreich, erreichte beispielsweise 2022 beim Brasília-Triathlon einen bravourösen dritten Platz und qualifizierte sich mehrfach für internationale Wettbewerbe.
Beim Ironman Texas startet die Brasilianerin am Samstag (18. April) wie geplant in die Schwimmstrecke. Rund 3,9 Kilometer durch das Wasser des Lake Woodlands – ein fordernder Teil des Wettkampfs. Doch während des Rennens verschwand Mara plötzlich im See, heißt es bei CNN.
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Triathletin Mara Flávia Araújo tot aus See geborgen
Gegen 6 Uhr ging beim Sheriffbüro von Montgomery County und der Feuerwehr von Woodlands City die erste Meldung ein: Eine Teilnehmerin wurde vermisst. Die Suche lief sofort an, gestaltete sich aber schwierig, denn das Wasser im See ist trüb, die Sicht schlecht. Erst mithilfe von Technik gelang es den Einsatzkräften schließlich, die Sportlerin drei Meter tief unter der Wasseroberfläche zu orten. Gegen 9.30 Uhr wurde Mara Flávia Araújo aus dem Wasser geborgen. Für sie kam jede Hilfe zu spät.
Die Veranstalter des Rennens äußern sich in einer Stellungnahme in den sozialen Netzwerken: Man sei „traurig“ über den Tod einer Teilnehmerin während des Schwimmteils. „Wir sprechen der Familie und den Freunden der Athletin unser tiefstes Mitgefühl aus und stehen ihnen in dieser schweren Zeit zur Seite”, heißt es auf Facebook.
Melissa Araújo bestätigte dem brasilianischen Portal g1 den Tod ihrer Schwester. Warum die erfahrene Sportlerin plötzlich unterging und nicht wieder auftauchte, ist bislang unklar. Die Ermittlungen zur genauen Todesursache laufen.
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Teilnahme am Ironman trotz Grippe?

Ein Freund der Triathletin erzählt der Sun, dass Mara Flávia Araújo vor dem Wettkampf gesundheitlich angeschlagen gewesen sein soll. Die 38-Jährige soll durch eine Grippe geschwächt gewesen sein, habe aber trotzdem hart trainiert.
„Meine Frau und ich haben mit ihr gesprochen und ihr gesagt, dass sie für dieses Rennen zu schwach sei, obwohl sie vor ein paar Tagen, als wir mit ihr sprachen, noch darauf bestanden hatte, dass es ihr gut gehe”, erklärt Luis Taveira. Doch Mara sei überzeugt gewesen, es zu schaffen. Eine Überzeugung, die sich auf tragische Weise nicht bestätigt hat.
Verwendete Quellen: g1, The Sun, CNN, Facebook/IRONMAN in Texas, Instagram/maraflavia


