Brisanter Zwischenfall im GolfIran stoppt eigenen Tanker wegen Sabotage-Verdacht!

Ein Öltanker liegt am Samstag, 2. Mai 2026, in der Straße von Hormuz vor Bandar Abbas, Iran, vor Anker +++ dpa-Bildfunk +++
Ein Öltanker in der Straße von Hormus.
picture alliance/dpa/ISNA / Amirhosein Khorgooi

Die Geschichte ist verworren: Ein Öltanker, der zur iranischen Schattenflotte gehören soll, versucht die Straße von Hormus zu durchfahren. Das iranische Militär unterbindet das und geleitet die „Ocean Koi“ zurück an die Küste. Warum das Ganze passiert, ist völlig unklar.

Der Iran hat nach Angaben seiner Armee einen mit US-Sanktionen belegten Tanker mit iranischem Öl an seine Küste zurückgebracht. Der Tanker „Ocean Koi“ habe versucht, die iranischen Ölexporte „zu schädigen und zu stören“, erklärte die Armee in einer im Staatsfernsehen verbreiteten Mitteilung. Das Schiff sei an die Südküste des Iran umgeleitet worden. Der Grund für den Schritt im Golf von Oman ist unklar, nähere Angaben wurden nicht gemacht. Nach US-Angaben gehört der Tanker zu Schattenflotte es Iran.

Das iranische Staatsfernsehen veröffentlichte ein Video, das die „Beschlagnahmung“ des Tankers zeigen soll. Zu sehen ist, wie iranische Streitkräfte dem Schiff nachts in kleinen Booten folgen und es mithilfe einer Leiter entern, ehe es zurück in iranische Gewässer gebracht wird. Die Armee erklärte, der Tanker sei nach seiner Rückkehr in iranische Gewässer den Justizbehörden übergeben worden.

Nach unbestätigten Berichten soll der Name des Tankers mittlerweile „Jin Li“ lauten. Der Eigner soll sich in Schanghai befinden. Ob dort die Entscheidung fiel, den Tanker starten zu lassen, ist derzeit unklar.

Das US-Finanzministerium hatte im Februar Sanktionen gegen den unter der Flagge von Barbados fahrenden Tanker verhängt. Den Angaben aus Washington zufolge ist das Schiff seit 2020 Teil der iranischen „Schattenflotte“ - ein Netzwerk von Schiffen, die zum Transport von Öl unter Umgehung von Sanktionen genutzt werden.

Verwendete Quellen: als/AFP