Familie zieht gegen Fluggesellschaft vor GerichtAirline soll dementen Passagier (75) allein zurückgelassen haben – Stunden später ist er tot

Wurde er nicht beaufsichtigt?
„Allein und desorientiert” verlässt Marcos Humberto Vindel Osorio einen Flughafen im US-Bundestaat Texas. Wenige Stunden später ist der demente 75-Jährige tot. Seine Familie macht die Fluggesellschaft dafür verantwortlich und klagt nun.
Familie wartet auf dementen Mann – doch der ist weg
Eigentlich ist Marcos Humberto Vindel Osorio im Juni 2024 nur mit dem Flieger auf dem Weg von Honduras in die USA, um seine Familie zu besuchen. Doch am George Bush Intercontinental Airport in Houston im US-Bundestaat Texas warten Verwandte vergeblich auf die Ankunft des dementen 75-Jährigen. Osorio verschwindet spurlos. Wenige Stunden später wird – mehrere Kilometer vom Flughafen entfernt – seine Leiche entdeckt.
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Nicht geleistete Hilfe „unmittelbare Ursache für den Tod”
Nachdem der demente Mann den Flughafen eigenständig verließ, soll ihn ein Auto auf der Straße tödlich erfasst haben. Das berichten verschiedene Medien aus den USA und dem Vereinigten Königreich. Der 75-Jährige wird schließlich kilometerweit vom Flughafen entfernt tot auf einer Autobahn gefunden.
Osorios Familie macht die US-Fluggesellschaft „Spirit Airlines” für seinen Tod verantwortlich und zieht vor Gericht. Die Behauptung: Das Personal sei vorab gewarnt worden, dass der demente Passagier nach der Landung Hilfe bei der Orientierung im Flughafen benötige. „Ein Vertreter von Spirit bestätigte, dass Hilfe geleistet würde“, zitiert „Independent” die Klage der Familie. Doch stattdessen habe sich Osorio ohne Aufsicht allein durch den Flughafen bewegt. Das Versäumnis, die versprochene Hilfe zu leisten sei „die direkte und unmittelbare Ursache für den Tod von Herrn Osorio”, ist die Familie überzeugt.
Angehörige fordern Schadensersatz
„Diese Familie hat einen unvorstellbaren Verlust erlitten“, erklärt der Anwalt der Familie in einem Interview mit „Independent”. „Sie vertrauten darauf, dass eine Fluggesellschaft ihren Vater auf den letzten Kilometern seiner Heimreise in Sicherheit bringen würde. Dieses Vertrauen wurde auf die verheerendste Weise missbraucht.“
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Die Angehörigen fordern unter anderem Schadensersatz für Osorios Tod, Entschädigung für seelisches Leid sowie die Erstattung der Bestattungskosten. Die Fluggesellschaft „Spirit Airlines”, die vor Kurzem Insolvenz angemeldet hat und aktuell ihren Betrieb einstellt, äußert sich Medienberichten zufolge nicht zu dem laufenden Gerichtsverfahren.
Verwendete Quellen: Independent, Daily Mail, People



