Gasfelder im Visier, üble Worte für TrumpNahost in Aufruhr! Militär droht Israel, beschimpft US-Präsident

Energean's floating production unit, FPSO, is seen offshore Israel in the eastern Mediterranean, June 10, 2022. The unit is expected to begin natural gas production in the coming days. Energean/Handout via REUTERS ATTENTION EDITORS - THIS IMAGE WAS PROVIDED BY A THIRD PARTY
Israel hat mehrere Gasfelder im Mittelmeer.
VIA REUTERS / ENERGEAN

Der Iran zündet die nächste Eskalationsstufe: Auf die harsche Drohung des US-Präsidenten gibt Teheran Israels Gasfelder als mögliche Ziele aus - und reagiert auch rhetorisch.

Der Geheimdienst der iranischen Revolutionsgarden droht mit Angriffen auf die beiden israelischen Erdgasfelder Karisch und Tanin. Auf einer veröffentlichten Aufnahme sind drei weitere Angriffsziele verpixelt. Zu dem Foto schreibt der Geheimdienst auf X: „3.30 Uhr Teheraner Zeit (2.00 MEZ) werden die Staats- und Regierungschefs der Region ihm (US-Präsident Donald Trump) sagen: Du verdammter Bastard, beende diesen verfluchten Krieg!“

Israel verfügt über bedeutende Erdgasvorkommen im Mittelmeer. Diese Ressourcen ermöglichen es dem Land, den Großteil seines Strombedarfs selbst zu decken und sich weitgehend von Energieimporten unabhängig zu machen. Gleichzeitig exportiert Israel Gas in Länder wie Ägypten und Jordanien, wodurch zusätzliche Einnahmen entstehen und regionale Kooperationen gestärkt werden.

Der Iran meldete zuletzt einen neuen Angriff auf die Gasindustrie am Persischen Golf. Die Nachrichtenagentur Fars berichtete von mehreren Explosionen nahe einer Raffinerie in der Küstenstadt Asalujeh in der Provinz Buschehr. Diese gilt als Herz der iranischen Gasindustrie. Bereits Mitte März war sie Ziel israelisch-amerikanischer Luftangriffe.

Trump hat dem Iran eine Frist bis 20 Uhr Ortszeit in Washington (Mittwoch, 2 Uhr MESZ) gesetzt, um die Blockade der Öllieferungen am Golf zu beenden. Der Iran zeigte keine Anzeichen, der Forderung nachzugeben. Damit droht die bislang größte Eskalation des Krieges mit der Zerstörung ziviler Infrastruktur. Trump untermauerte seine Drohung am Dienstag: Sollte in den kommenden Stunden kein Abkommen erzielt werden, werde „heute Nacht eine ganze Zivilisation sterben“.

Verwendete Quellen: mba/dpa