Drohung gegen Urlauber? Iran droht Touristen-Spots! „Kein Ort auf der Welt wird für euch sicher sein“

Was bedeutet das für Urlauber weltweit?
„Kein Ort auf der Welt wird für euch sicher sein“, verkündet das iranische Mullah-Regime im Staatsfernsehen. Zwar gehe es vor allem um die „Feinde des Landes – darunter Funktionäre, Piloten und Soldaten“, doch wenn der Iran diese Drohung wahrmache, wären sogenannte Kollateralschäden an anderen Besuchern dieser Orte wohl unvermeidlich.

Was bedeutet die Iran-Drohung für Touristen?

Bei der Ansprache im iranischen Staatsfernsehen wird der iranische General deutlich und droht politischen wie militärischen Gegnern mit einer Verfolgung bis in den Urlaub und die Freizeit. Dazu zählen Vergnügungsparks, Ferienorte und Touristenzentren, heißt es weiter. Damit wären weltweit alle Touristen bedroht.

Konkrete Vorhaben wurden seitens des Mullah-Regimes nicht genannt. Aber was bedeutet die Drohung für Touristen? Mit der Drohung wolle der Iran Verunsicherung schaffen, erklärt Terrorismus-Experte Nicolas Stockhammer bei ntv. „Das heißt, man möchte hier ein Schreckensszenario ausbreiten, um damit zu schwächen.“

Video-Tipp: Iran droht Touristen-Spots! Experte ordnet Mullah-Drohung ein

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„Es ist auf jeden Fall eskalierbar”

Dennoch dürfe man das Ganze nicht unterschätzen, so der Terrorismus-Experte weiter. Die Vorgänge in den vergangenen Wochen hätten gezeigt, dass der Iran und proiranische Ableger in Europa „durchaus die Motivation und die Mittel haben, hier terroristische Aktionen voranzutreiben“. Zwar habe man bislang dabei eher auf Zerstörung und Vandalismus gesetzt, „aber es ist auf jeden Fall eskalierbar“. Grundsätzlich seien verschiedenste Dinge denkbar, sagt Stockhammer weiter.

Terror-Experte Stockhammer betont jedoch auch: Im Fokus der Mullahs stehen us- und israelische Ziele. „Es geht primär darum, hier eine Abschreckung bei den Angreifern zu erzielen.“

Angriff auf den Iran vor fast drei Wochen

Knapp drei Wochen ist es her, dass die USA und Israel den Iran angriffen, seitdem eskalierte es im gesamten Nahen und Mittleren Osten. Der Iran verübte Racheschläge – unter anderem mit Drohnenangriffen auf die Arabischen Emirate. Immer wieder musste der Flugverkehr eingestellt werden.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) seien bislang mehr als 2.300 Zivilisten ums Leben gekommen. Mehr als 1.400 Tote seien im Iran gemeldet worden, fast 900 im Libanon und 20 in Israel, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus in einer Pressekonferenz in Genf vor wenigen Tagen. Tausende Menschen in den drei Ländern seien verletzt worden.

Verwendete Quellen: ntv und dpa