Am ersten Arbeitstag gefeuertIn 47-sekündigem Telefonat – Chef entlässt neuen Mitarbeiter nach Panik-Attacke

Der neue Job hatte noch gar nicht richtig angefangen, da war er schon wieder zu Ende.
Ein Betreiber von Seniorenheimen in und um Stockholm schmeißt einen neu eingestellten Mitarbeiter nach wenigen Minuten am ersten Arbeitstag wieder raus – und nimmt sich dafür nur ein paar Sekunden Zeit.
Schon vor Arbeitsbeginn läuft es schief
Der Fall sorgt derzeit in Schweden für Aufsehen. Wie das schwedische Regionalportal Mitti berichtet, hat sich eine neu eingestellte Person an die Antidiskriminierungsstelle gewendet. Laut der Beschwerde erschien sie etwas früher zum Dienstbeginn, um genügend Zeit zum Umziehen zu haben. Allerdings fand sie den Umkleideraum nicht. Als sie um Hilfe bat, habe niemand reagiert.

Die Situation löste nach eigenen Angaben starke Angstgefühle aus. Die Person zog sich deshalb kurz ins Treppenhaus zurück. Sie informierte den Vorgesetzten per SMS und bat um fünf Minuten Zeit, um sich zu sammeln.
Keine Gnade vom Chef
Kurz darauf klingelt ihr Telefon und der Chef ist dran. Angeblich hat er kurzerhand erklärt: Er könne niemanden beschäftigen, bei dem er nicht sicher sei, dass die Person pünktlich zu ihren Diensten erscheine. Das Telefonat dauerte angeblich nur 47 Sekunden.
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Problem soll bekannt gewesen sein
Nach eigenen Angaben hatte die Person bereits im Bewerbungsgespräch offen angesprochen, dass neue Situationen gelegentlich Angstreaktionen auslösen können und sie dann manchmal ein paar Minuten brauche, um sich zu sammeln. Das sei im Bewerbungsgespräch akzeptiert worden.
Gerade deshalb habe sie am Morgen ihres ersten Arbeitstags ehrlich erklärt, wie es um ihren Gemütszustand bestellt sei. Sie sei davon ausgegangen, dass dies kein Problem sei, weil der Arbeitgeber zuvor Verständnis signalisiert habe.
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Unternehmen verweist auf interne Verfahren
Der Arbeitgeber wollte den konkreten Fall gegenüber Mitti nicht kommentieren. In einer schriftlichen Stellungnahme erklärte das Unternehmen lediglich, man nehme Fragen rund um Diskriminierung und das Arbeitsumfeld grundsätzlich ernst und bearbeite entsprechende Fälle nach den geltenden gesetzlichen Vorgaben. Nun muss die schwedische Antidiskriminierungsstelle prüfen, ob der Arbeitgeber gegen das Diskriminierungsrecht verstoßen hat.
Verwendete Quellen: mitti.se
































