Eltern stehen unter VerdachtSäugling geschüttelt? Baby in Husum in Lebensgefahr

Baby könnte ein Schütteltrauma erlitten haben!
In Husum schwebt ein sieben Monate alter Säugling nach einem Notfall in Lebensgefahr. Die Polizei ermittelt gegen die Eltern wegen des Verdachts auf versuchten Totschlag. RTL hat mit dem Oberstaatsanwalt von Flensburg gesprochen.
Versuchter Totschlag? Sieben Monate altes Baby schwebt in Lebensgefahr
Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln in Schleswig-Holstein gegen ein Elternpaar aus Husum wegen versuchten Totschlags an ihrem Säugling. Wie die Polizei mitteilte, besteht der Verdacht, dass das Baby geschüttelt worden sei. Der sieben Monate alte Junge befinde sich in einem Krankenhaus im Koma und schwebe in Lebensgefahr.
Wie der Oberstaatsanwalt von Flensburg, Thorkild Petersen-Thrö, im RTL-Interview bestätigt, ist der Zustand des Babys noch immer kritisch.
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Verdacht auf Schütteltrauma! Ärzte gehen davon aus, dass das Baby geschüttelt wurde
Der Vorfall ereignete sich den Angaben zufolge am Montagabend, dem 29. Juni 2026, als die Besatzung eines Rettungshubschraubers zu dem Notfall gerufen wurde, bei dem der Säugling wiederbelebt werden musste. Der Junge sei im Anschluss in eine Klinik nach Heide geflogen worden. Dort seien die Verletzungen festgestellt worden, die auf ein Schütteltrauma hindeuteten.
Nach Angaben der Polizei sind die Untersuchungen bislang aber nicht abgeschlossen. „Insbesondere sind noch rechtsmedizinische Gutachten erforderlich”, heißt es in der gemeinsamen Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Flensburg und der Bezirkskriminalinspektion Flensburg.
„Ob das Kind tatsächlich geschüttelt worden ist, dazu wird das rechtsmedizinische Gutachten uns Auskunft geben”, erklärt auch Oberstaatsanwalt Thorkild Petersen-Thrö und betont: „Bislang deuten aber alle ärztlichen Stellungnahmen darauf hin.”
Polizei ermittelt gegen Eltern des verletzten Babys
Die Ermittlungen wegen versuchten Totschlag laufen. Unter Verdacht stehen aktuell die Mutter (20) und der Vater (25) des Säuglings. Beide Elternteile sind nach Polizei-Angaben bislang allerdings „nicht als Beschuldigte von Straftaten in Erscheinung getreten”.
Oberstaatsanwalt Thorkild Petersen-Thrö erklärt, dass sich das „staatsanwaltschaftliche Ermittlungsverfahren wegen versuchten Totschlags gegen die Eltern des Kindes” richtet, es jedoch nicht ausgeschlossen werden kann, „dass weitere Personen in der Wohnung gewesen sein können zum Tatzeitpunkt”.
Sobald dies geklärt ist, versuche man laut dem Oberstaatsanwalt unter anderem auch „herauszufinden, wer dann am Ende die Schüttelhandlungen vorgenommen haben könnte.”
Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche, dpa, Polizeidirektion Flensburg


