Ihr Rat an die KronprinzessinHoffnung für Mette-Marit! Cordula lebt seit über 30 Jahren mit Spenderlunge

„Ich werde versuchen, alle Rekorde zu brechen!“
Das hat sich Cordula Peters aus Flensburg (Schleswig-Holstein) fest nach ihrer Lungentransplantation vorgenommen. Im Jahr 1994 bekam sie eine neue Lunge und lebt mittlerweile seit fast 32 Jahren mit dem Organ. Auch Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit bekam eins transplantiert. Die Zeit nach einer solchen OP ist nicht einfach, das weiß Cordula Peters, doch es lohnt sich zu kämpfen.
Mette-Marit hat eine Lungentransplantation bekommen

2018 wurde bei Kronprinzessin Mette-Marit (52) die chronische Krankheit Lungenfibrose diagnostiziert. Schon im Dezember des vergangenen Jahres stand fest, dass die Frau von Kronprinz Haakon eine neue Lunge brauchen wird. Anfang Juni folgte dann die Nachricht aus dem Königshaus, dass die Kronprinzessin auf der Transplantationsliste steht. Nun, rund zwei Wochen später, die nächste Nachricht aus dem Palast: Mette-Marit hat sich einer „erfolgreichen” Lungentransplantation unterzogen. Bis hierhin musste die Kronprinzessin bereits einiges über sich ergehen lassen und hat auch noch immer einen langen, aufreibenden Weg vor sich.
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Cordula Peters hat Bronchiektasen
Einen ähnlichen Weg hat die Schleswig-Holsteinerin Cordula Peters hinter sich: Schon als Kind bekommt die Flensburgerin immer wieder Bronchitis-Schübe. Als sie ihre Ausbildung in den 80er-Jahren beginnt, kommen immer wieder Lungenentzündungen dazu. Kurze Zeit später bekommt die Schleswig-Holsteinerin die Diagnose: Bronchiektasen, also Erweiterungen in der Lunge, in denen sich Schleim staut. Die Ärzte stellen sie vor eine entscheidende Wahl: Entweder es bleibe so, wie es ist, oder sie müsse sich einer Lungentransplantation unterziehen. Cordula Peters entscheidet sich für eine neue Lunge.
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Statistik zu Überlebenschancen

Am 30. August 1994 bekommt die Flensburgerin das Spenderorgan transplantiert. Nach dem Krankenhausaufenthalt folgt die Reha und danach kommt Cordula Peters endlich nach Hause. Und seit fast 32 Jahren lebt sie nun mit dem Spenderorgan. Doch der Start mit dem neuen Organ war alles andere als leicht. Dazu kommt: Kurz nach der Transplantation realisiert Cordula Peters, dass die Überlebenschancen recht gering sind: „Laut meiner Statistik hätte ich die 50-prozentige Chance, fünf Jahre zu überleben. Und ich überlebe jetzt schon fast 32 Jahre und meine Lungenfunktion ist 95 Prozent”, erklärt sie im Gespräch mit RTL.
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Auch wenn sich die Medizin seit der Transplantation von Cordula Peters enorm weiterentwickelt hat, liege die Überlebenszeit, laut der Charité, nach einer Lungentransplantation jedoch bei sechs bis sieben Jahren. Der Lungeninformationsdienst ergänzt jedoch, dass es „statistisch eine deutlich höhere Überlebensrate für Transplantationskandidat:innen unter 50 Jahren als für Menschen über 50 Jahren” gibt.
Mit einer positiven Einstellung kämpft sie sich immer wieder zurück
Cordula Peters erzählt im Gespräch, dass sie schon immer ein positiver Mensch war: Für die Flensburgerin war das Glas eher halb voll als halb leer. In den 32 Jahren habe sie bestimmt schon zehnmal kurz vor dem Tod gestanden, durch Infektionen oder auch Corona: „Aber ich habe es immer wieder geschafft. Und man kann, wenn man wirklich den Willen hat und ein bisschen auf der positiven Seite ist, man kann so viel schaffen, was man ja gar nicht für möglich hält“, erzählt Cordula Peters.
Ein Jahr nach der Transplantation nimmt sie sich eines vor: „Ich werde versuchen, alle Rekorde zu brechen. Ich habe mir am Anfang immer gesagt: Ich möchte mindestens 80 werden!”
Cordula Peters: „Das größte Geschenk!”
Seit 32 Jahren ist Cordula Peters einfach nur dankbar. Mit ihrer Lunge kann sie wandern, Spaß haben, einfach das Leben genießen: „Für mich ist es persönlich so, dass es das größte Geschenk ist, was ich in meinem Leben erhalten habe“, erklärt die Flensburgerin. Ihr Rat an alle, die einen ähnlichen Weg bestreiten, wie auch Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit: „Da würde ich dann den anderen sagen wollen, dass sie, dass es sich so lohnt zu kämpfen und dass die Statistiken total uninteressant sind. [...] Ich glaube, da ist ganz viel so: Die innere Einstellung spielt eine wichtige Rolle.”
Verwendete Quelle: RTL-Recherche


