Betroffene verklagen FreizeitparkHirnschäden nach Achterbahn-Fahrt: mehr als 100 Besucher wurden verletzt!

Mehr als 100 Betroffene erheben Vorwürfe.
Eigentlich wollen sie nur den ultimativen Achterbahn-Kick erleben: jetzt berichten mehr als 100 Menschen, nach einer Fahrt mit der spektakulären Achterbahn „X2“ im „Six Flags Magic Mountain” in Kalifornien Hirnverletzungen erlitten zu haben. Drei Betroffene haben den Freizeitpark inzwischen verklagt. Seit dem 12. Juli ist die Achterbahn geschlossen.
Zwei Frauen erleiden Hirnblutungen
„X2“ gehört zu den spektakulärsten Attraktionen von Six Flags Magic Mountain. Die Fahrgäste sitzen seitlich neben der Schiene, ihre Sitze können sich während der Fahrt unabhängig voneinander um 360 Grad drehen. Gleichzeitig rast die Bahn aus rund 60 Metern Höhe mit Geschwindigkeiten von bis zu 122 km/h in die Tiefe. Pamela Guillen besucht den Freizeitpark „Six Flags Magic Mountain” in Valencia (US-Bundesstaat Kalifornien) am 5. Juli. Sie will dort den 16. Geburtstag ihrer Tochter feiern. Nach der Fahrt mit „X2“ bricht Guillen zusammen. Im Krankenhaus diagnostizieren Ärzte eine schwere Hirnblutung, sie muss notoperiert werden.
Nur sechs Tage später passiert Ähnliches: Die damals 25-jährige Naomi Greer-Wilkinson verliert nach einer Fahrt mit derselben Achterbahn ebenfalls das Bewusstsein. Auch bei ihr stellen Ärzte eine schwere Hirnverletzung fest. Sie wird in dasselbe Krankenhaus gebracht und ebenfalls operiert. Nach Angaben ihrer Familie ist Greer-Wilkinson auch mehr als zwei Monate später noch schwer erkrankt und wird beatmet. Die behandelnden Ärzte führten die Verletzungen beider Frauen laut CNN auf starke Beschleunigungs- und Bremskräfte während der Fahrt zurück.
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Anwälte: Mehr als 300 Menschen haben sich gemeldet
Die beiden Frauen sind offenbar keine Einzelfälle. Die Kanzlei Dordick Law erklärte jetzt, von mehr als 300 Menschen kontaktiert worden zu sein, die von Verletzungen nach einer Fahrt mit „X2“ berichten. Mehr als 100 Mandanten geben laut den Anwälten an, innerhalb der vergangenen zwei Jahre traumatische Hirnverletzungen erlitten zu haben. Drei Klagen gegen Six Flags Magic Mountain wurden bereits eingereicht, weitere sollen folgen.
Schon früher gab es schwere Verletzungen und sogar Tote!
Bereits vor den aktuellen Fällen gab es Berichte über schwere Verletzungen. Eine CNN-Recherche brachte die Achterbahn über einen Zeitraum von fast 20 Jahren mit mehr als einem Dutzend Fällen schwerer Verletzungen und Krankenhausaufenthalte in Verbindung, darunter auch zwei Todesfälle. Ob die Achterbahn die jeweiligen Verletzungen tatsächlich verursacht hat, ist Gegenstand von Untersuchungen beziehungsweise Gerichtsverfahren.
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Seit dem 12. Juli steht „X2“ still. Die kalifornischen Behörden untersuchen die Attraktion. Six Flags erklärte zu den aktuellen Klagen, sich zu laufenden Verfahren nicht zu äußern. Der Konzern verweist grundsätzlich auf sein Sicherheitsprogramm und regelmäßige Kontrollen durch eigene Experten sowie externe und staatliche Prüfer.
Quellen: CNN, The Guardian, New York Times


