Die Welt kann endlich aufatmen!Nach Todes-Drama! WHO verkündet das Ende der Hantavirus-Gefahr

Das Kreuzfahrtschiff «Hondius» läuft in den Hafen von Rotterdam ein. (zu dpa: «Ende der Hantavirus-Quarantäne für Betroffene in Sicht») +++ dpa-Bildfunk +++
Das Kreuzfahrtschiff "Hondius" Mitte Mai im Hafen von Rotterdam.
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Im Frühjahr bricht auf einem Kreuzfahrtschiff das Hantavirus aus: Drei Personen sterben daran, darunter auch eine Person aus Deutschland. Was eine mögliche weitere Ausbreitung angeht, gibt die Weltgesundheitsorganisation nun offiziell Entwarnung.

Der Hantavirus-Ausbruch neigt sich nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation dem Ende zu. Das schreibt WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus auf X. Die Lage bleibe stabil. Alle Kontaktpersonen der beiden Fälle, die in Südafrika identifiziert wurden, hätten ihre Nachbeobachtungszeit abgeschlossen, ohne dass weitere Fälle gemeldet worden seien. Auch in Spanien und den Niederlanden seien die Quarantäne- und Nachbeobachtungszeiten abgeschlossen. 30 Kontaktpersonen würden noch nachbeobachtet, heißt es weiter. Die Gesamtzahl der Fälle liege weiter bei 13, darunter drei Todesfälle. Eines der Todesopfer war eine Frau aus Deutschland.

Auf einer in Argentinien begonnenen Kreuzfahrt des Schiffes „Hondius“ der niederländischen Reederei Oceanwide Expeditions hatten sich mehrere Menschen mit dem Hantavirus angesteckt. Konkret handelte es sich um den südamerikanischen Andes-Typ des Virus, welches als einziges Hantavirus gilt, bei dem es vereinzelt auch Mensch-zu-Mensch-Übertragungen geben kann. Üblicherweise werden Hantaviren von Nagetieren übertragen, etwa durch Kotpartikel in aufgewirbeltem Staub.

Rund 150 Menschen aus 23 Ländern waren für eine Kreuzfahrt auf der „Hondius“. Wegen des Ausbruchs legte das Schiff im Mai an der Insel Teneriffa an, von wo aus die Menschen an Bord unter speziellen Sicherheitsvorkehrungen in ihre Heimatländer zurückkheren mussten. Schon vor Wochen hatte die WHO das Risiko für die breite Bevölkerung als gering bewertet und bekräftigt, dass keine Gefahr einer großen Ansteckungswelle oder Pandemie bestand.

Vor rund einer Woche war auch für eine noch in Quarantäne verbliebene Kontaktperson in Deutschland der Ausnahmezustand beendet worden. Die Person sei während der gesamten Beobachtungszeit symptomfrei gewesen und habe die Quarantäne gesund verlassen, hatte Baden-Württembergs Gesundheitsminister Oliver Hildenbrand von den Grünen erklärt. Aus seiner Sicht könne der Fall in Baden-Württemberg als abgeschlossen bewertet werden. Die WHO hatte eine Überwachung der Menschen vom Schiff bis zum 21. Juni empfohlen.

Verwendete Quellen: nes/dpa