Mädchen auf Schulweg angefasstMann (75) spricht Kinder mit widerlicher Huckepack-Wette an – wieso bekam er kein Hausverbot an Schule?

Polizei und Stadt warnen vor einem 75-jährigen Straftäter!
Der Verdächtige soll am Mittwoch (28. Januar) ein Mädchen auf dem Weg zu ihrer Grundschule am Arm festgehalten haben. Vorfälle dieser Art häufen sich momentan in Hannover. Jetzt zieht die Stadt Konsequenzen.
Mann soll perfide Masche haben
In einem Schreiben warnt die Stadt vor einem 75-jährigen Mann, der Kinder in der Nähe von Schulen ansprechen und versuchen soll, ihnen körperlich näherzukommen. Der Mann soll mit Kindern wetten, dass sie ihn nicht „Huckepack” tragen können. Lassen sie sich darauf ein, soll er den Körperkontakt zur sexuellen Erregung nutzen.
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Der Senior wurde 2017 zu einer Freiheitsstrafe verurteilt. In diesem Monat hat das Landgericht Hannover erneut eine Freiheitsstrafe von vier Monaten auf Bewährung verhängt. Zusätzlich verhängt die Stadt Hannover ein Hausverbot an allen Schulen gegen den Mann. Das komme viel zu spät, beklagt Matthias Aschern, Schulleiter der IGS Roderbruch.
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IGS Roderbruch kämpft seit einem Jahr gegen den Mann
Denn er wollte bereits vor ungefähr einem Jahr ein solches Verbot erwirken. Auf RTL Nachfrage sagt er: „In diesem Fall sind monatelang Kinder einer potenziellen Gefahr ausgesetzt gewesen, von der alle Beteiligten wussten. Aber sie haben nicht konsequent gehandelt. Das ist nicht akzeptabel.”
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Die Geschichte für ihn und seine Schule beginnt vor ziemlich genau einem Jahr: Im Februar 2025 kommt eine Mutter auf den Rektor zu. Sie erzählt von einem älteren Mann, der sich ihrem Sohn unangemessen genähert habe. Der Schulleiter meldet den Fall der Polizei und informiert die Schulgemeinschaft. Bereits da kommt raus: Der Mann ist vorbestraft und polizeibekannt. Und: Alleine an der IGS soll er schon acht Kinder angesprochen haben.

Schule war „nicht selbst handlungsfähig”

Bereits da ist dem Rektor klar: Es braucht ein Hausverbot gegen den Mann. Doch nach eigener Darstellung bekommt er monatelang nicht die nötigen Personaldaten um ein Hausverbot aussprechen zu können: „Zu diesem Zweck habe ich die Polizei um die Personaldaten gebeten, die inzwischen ermittelt waren. Und dann wurde es schwierig. Sowohl die Polizei Hannover als auch die Schulträger und das Schulamt haben über Monate diese vorliegenden Personaldaten mir jedenfalls nicht preisgegeben (...).” Das sei nicht in Ordnung, da es einen dementsprechenden Erlass gebe.
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Polizei wiederspricht dem Schulleiter
Das sieht die Polizei anders. Michael Bertram von der Polizei Hannover sagt dazu auf RTL Nachfrage: „Ein Informationsaustausch hat stattgefunden, weil die Polizei umgehend mit der Schule Kontakt aufgenommen hat, die Situation erklärt hat, auch Präventionsmöglichkeiten noch mal besprochen hat. Der Erlass sieht eben nur Informationen vor zu Sachverhalten, zu Personen allgemeiner Art, aber eben keinen Informationsfluss zu personenbezogenen Daten.”
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Am Ende steht das Hausverbot und weitere Ermittlungen. Dennoch: Bei vielen Eltern dürfte wohl trotzdem ein mulmiges Gefühl bleiben, wie eine Mutter im RTL-Interview beschreibt: „Das ist natürlich schon schockierend und auch ein bisschen beängstigend.” Schulleiter Matthias Aschern ist jedenfalls froh, dass sich seine Schüler nicht auf den Mann eingelassen haben. Er schließt momentan auch einen Untersuchungsausschuss des Landtags nicht aus.
Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche
































