„Keine Gefahr für Unbeteiligte” in SüdniedersachsenSchock in Seniorenheim – Mann erschießt Bruder

Blaulicht auf Polizeiwagen
Die Polizei hat erste Erkenntnisse bekannt gegeben (Symbolbild)
Friso Gentsch/dpa

Die Polizei geht von einem „innerfamiliären” Hintergrund aus. 
Ein Mann soll laut Polizei in einem Seniorenheim in Hannoversch Münden in Südniedersachsen bei Göttingen seinen Bruder und dann sich selbst erschossen haben. Die Männer waren 66 und 70 Jahre alt, wie die Polizei mitteilte. Was bislang bekannt ist.

Schüsse in Pflegeeinrichtung in Hann. Münden

Die Tat habe nach ersten Ermittlungen einen „innerfamiliären” Hintergrund, sagte eine Polizeisprecherin. Möglicherweise handele es sich um einen „erweiterten Suizid”. Darunter versteht man, wenn ein Mensch sich töten will, zuvor aber auch anderen das Leben nimmt. Zu einem Motiv gab es noch keine Angaben.

Hier findet ihr Hilfe in schwierigen Situationen

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Solltet ihr selbst von Suizidgedanken betroffen sein, sucht euch bitte umgehend Hilfe. Versucht, mit anderen Menschen darüber zu sprechen! Das können Freunde oder Verwandte sein. Es gibt aber auch die Möglichkeit, anonym mit anderen Menschen über eure Gedanken zu sprechen. Das geht telefonisch, im Chat, per Mail oder persönlich.

Wenn ihr schnell Hilfe braucht, dann findet ihr unter der kostenlosen Telefon-Hotline 0800 – 1110111 oder 0800 – 1110222 Menschen, die euch Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen können.

Ersten Ermittlungen zufolge hatte der 66-Jährige am Samstagmorgen (12. September) seinen Bruder in der Pflegeeinrichtung aufgesucht. Dann kam es zu einer Schussabgabe. Der 70-Jährige wurde tödlich verletzt. Danach soll sich der 66-Jährige selbst eine tödliche Schussverletzung zugefügt haben. Zu der Tat kam es demnach im Außenbereich der Pflegeeinrichtung.

Keine Hinweise auf weitere beteiligte Personen

Mitarbeiter der Einrichtung seien nicht betroffen gewesen, sagte die Polizeisprecherin. Hinweise, dass andere Personen beteiligt waren, hat die Polizei bislang nicht. Es gebe keinen flüchtigen Täter. „Es besteht keine Gefahr für Unbeteiligte.” Weiteren Angaben zufolge wurde eine Schusswaffe am Tatort gefunden und sichergestellt.

Polizei und Rettungsdienst waren am Morgen zunächst zu zwei Schwerverletzen in der Senioreneinrichtung am Rande der Altstadt alarmiert worden. Auch ein Rettungshubschrauber war im Einsatz, wie ein dpa-Fotograf vor Ort berichtete. Um Familienangehörige und Bewohnerinnen und Bewohner der Pflegeeinrichtung zu betreuen, waren Notfallseelsorger im Einsatz.

Die Stadt Hann. Münden im Süden Niedersachsens hat rund 24.000 Einwohner. (dpa/lha)

Verwendete Quellen: dpa