In diesem unscheinbaren Reihenhaus stirbt die 39-jährige Mutter. Polizei und Rettungssanitäter finden die Frau leblos im Ehebett. Sie können nur noch ihren Tod feststellen. Ihr Ehemann spricht zunächst von einem Sexunfall, aber die Obduktion zeigt Sie hat schwere innere Verletzungen. Der 51-jährige wird daraufhin festgenommen. Was die Ermittler dann auf seinem Handy finden, öffnet einen noch viel tieferen Abgrund. Es sind Chats, die zeigen, dass der LKW-Fahrer seine Frau betäubt und anderen Männern zum Missbrauch überlassen haben soll.
Christoph Boudin von der österreichischen Zeitung Krone hat sich intensiv mit dem Fall beschäftigt. Ihm liegen die Chats des Ehemanns zum Teil vor.
„Er spricht davon, dass er 500 Euro dafür verlangt hat. So wie sehr bezeichnend für den Sex mit seiner Ehefrau. Dieses Martyrium soll ja mindestens seit dem vergangenen Jahr schon gegangen sein. Und er spricht auch in Chats von weiteren Mittätern. Weiteren Missbrauch, wie die, wie die Ehefrau betäubt waren, nichts mitbekommen hat. Also es sind Aussagen, die wirklich unmenschlich sind."
Was ist nun genau in der Todesnacht passiert? Die Frau soll 3,91 Promille Alkohol im Blut gehabt haben. Ein weiterer 51-jähriger Mann soll laut Chats in dieser Nacht in das Haus gekommen sein. Er soll die nicht mehr ansprechbare Frau missbraucht und das Haus nach wenigen Minuten wieder verlassen haben. Sein Verteidiger bestätigt uns.
„Es gibt Chats, die nicht unbedingt jetzt der Otto Normalverbraucher schreibt. Mein Mandant hat sich zu den ihn erhobenen Vorwürfen schuldig bekannt und erwartet, die Hauptverhandlung."
Mit dem Tod der Frau habe sein Mandant aber nichts zu tun. Laut den bisherigen Ermittlungen soll vielmehr der Ehemann selbst die Frau anschließend getötet haben. Auch in den Monaten zuvor soll er seine Frau mehrfach schwer verprügelt haben. Der Fall erinnert an die Französin Gisele Pellico. Sie war über Jahre von ihrem damaligen Ehemann betäubt und anderen Männern zum Missbrauch überlassen worden.
„Der Unterschied ist halt leider nur, dass die Oberösterreicher im Gegensatz zur Französin diese Missbrauchs Tortur nicht überlebt hat."
Wie viele weitere Männer über die gesamte Zeit beteiligt waren, ermitteln jetzt Polizei und Staatsanwaltschaft. Der Ehemann schweigt bislang zu den Vorwürfen.
Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche, Privat