Blutiges Drama am Orient BeachJanine (65) stirbt nach Haiangriff in Südafrika! Ihre Schwester muss alles mitansehen

Es sollte eine ganz normale Morgenrunde werden.
Janine Lochrenberg (65) schwamm am Dienstag mit ihrer Gruppe vor der südafrikanischen Küste, so wie fast jeden Tag. Doch plötzlich griff ein Hai an. Ihre Mitschwimmer hörten sie schreien und brachten sie an Land, doch für die 65-Jährige kam jede Hilfe zu spät. Ihre eigene Schwester musste alles mitansehen.
Tragischer Alleingang: Gruppe hörte sie nur noch schreien
Der Orient Beach bei KuGompo City, das früher East London hieß, ist ein beliebter Strandabschnitt am Indischen Ozean. Hier war Janine Lochrenberg am Dienstagmorgen (20. Oktober) mit ihrer Freiwasserschwimmgruppe unterwegs. Augenzeuge Mike Loewe schilderte dem Sender SABC, wie die Gruppe merkte, dass etwas nicht stimmte: Die 65-Jährige sei gern allein geschwommen und mutig gewesen. Dann habe sie ein Notsignal abgegeben.

Die anderen schwammen sofort zu ihr. Gegenüber dem Portal News24 berichtete Loewe, die Gruppe habe sie schreien hören und dann die schweren Bisswunden an Oberschenkel und Oberarm entdeckt. Gemeinsam brachten die Schwimmer sie Richtung Strand. Ein Sanitäter aus der Gruppe versuchte noch, sie wiederzubeleben. Vergeblich. Noch vor Ort wurde ihr Tod festgestellt.
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Besonders bitter: Auch Janines Schwester Margot war im Wasser. Sie hielt den Kopf ihrer Schwester, während die Gruppe sie an Land zog. Gegenüber der BBC sagte sie später, sie glaube, dass Janine schon im Wasser verblutet sei. Gegen sieben Uhr wurde die Polizei alarmiert. Die Beamten fanden die Frau am Strand, wie Polizeisprecherin Siphokazi Mawisa der Nachrichtenagentur AP bestätigte. Inzwischen läuft ein Todesermittlungsverfahren.
Schwester offenbart: „Sie hatte sich damit abgefunden”
Wie alle in der Gruppe trug auch Janine Lochrenberg ein Band, das mit einem Magnetfeld Haie abschrecken soll. „Wir waren alle im Wasser und sind geschwommen. Wir trugen die magnetischen Hai-Abwehrbänder an den Füßen. Sie hatte auch eines”, sagte der Augenzeuge Mike Loewe. Geholfen hat es offenbar nicht.

Um welchen Hai es sich handelte, ist bislang unklar. Die Gemeinde Buffalo City sperrte den Orient Beach und den nahe gelegenen Eastern Beach bis auf Weiteres und rief dazu auf, vorerst besonders vorsichtig zu sein. Dass es vor diesem Küstenabschnitt besonders viele Haie gibt, wusste Lochrenberg. „Sie hatte sich damit abgefunden”, sagte ihre Schwester der BBC. Die Verbundenheit zum Wasser sei stärker gewesen.
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Ihr plötzlicher Tod hinterlässt gleich mehrere Lücken
Die 65-Jährige war erst vor Kurzem in den Ruhestand gegangen. Ihre Partnerin Barbara Briceland beschrieb sie der BBC als starke Schwimmerin, die oft weit hinausschwamm, und als kluge, mutige und warmherzige Frau. Die beiden freuten sich auf den Ruhestand und wollten in Kürze zu einer dreiwöchigen Autotour aufbrechen.
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Auch für ein Orchester hinterlässt sie eine Lücke: Lochrenberg spielte seit der Gründung Bratsche im Viva Musica Ensemble. Auf Facebook schrieb die Gruppe, sie habe das Ensemble stets zu höchsten Standards angetrieben: „Janine wird uns sehr fehlen.”
Tödliche Haiangriffe sind in der Region extrem selten. Nach Angaben der Gemeinde ereignete sich der letzte tödliche Fall in der Stadt 1997. Für die Schwimmer bleibt die Fassungslosigkeit. „Wir sind eine sehr enge Gemeinschaft”, sagte Loewe. „Orient Beach gilt bei manchen als sicherer Strand. Janine war einfach die Person, nach der der Hai geschnappt hat.”


