„Wirklich tragisch“Meningitis-Ausbruch an britischer Universität – zwei Tote, viele Infizierte

Die Behörden sind alarmiert.
An der britischen Universität Kent ist die Meningitis ausgebrochen. Zwei Personen sind bereits an der Hirnhautentzündung gestorben, zahlreiche weitere Personen sind ebenfalls erkrankt. Aufgrund des Ausbruchs mussten bereits mehr als 30.000 Menschen kontaktiert werden.
„Wirklich tragisch“: Meningitis-Ausbruch an Universität in Kent
Die Universität von Kent im Südosten von England ist alarmiert: Zwei Menschen sind infolge eines Meningitis-Ausbruchs gestorben, wie die BBC berichtet. Beide sollen zwischen 18 und 21 Jahre alt gewesen sein, bestätigt ein Sprecher der Universität auf Nachfrage der BBC. Bei einem der beiden handelt es sich um einen Studenten, die zweite Person sei laut BBC-Informationen eine Schülerin einer nahegelegenen Schule.
Doch das ist nur die traurige Spitze des gefährlichen Ausbruchs: Laut der BBC seien derzeit elf weitere Personen aus der Region Canterbury im Krankenhaus und sollen schwer erkrankt sein. Die meisten von ihnen seien zwischen 18 und 21 Jahre alt und einige von ihnen sind Studenten der Universität. Die Abgeordnete aus Canterbury, Rosie Duffield, sagt in einer Erklärung, dass die Todesfälle „wirklich tragisch“ seien und sie „sehr an“ die Angehörigen der Verstorbenen denke.
Eine Meningitis – vor allem, wenn Bakterien der Auslöser sind – ist lebensbedrohlich, warnt das Bundesministerium für Gesundheit. Sie kann schnell schwerwiegende Folgen haben oder sogar zum Tod führen. Darum zählt bei einer Erkrankung jede Sekunde! Deshalb wird schon beim reinen Verdacht auf eine Hirnhautentzündung ein Antibiotikum verabreicht.
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Club und Bar warnen vor Meinungs-Ausbruch – Symptome könnten „leicht mit Kater verwechselt werden“.
Mehr als 30.000 Studierende, Mitarbeiter und deren Familien werden derzeit von den britischen Behörden aufgrund des Ausbruchs kontaktiert, berichtet die BBC. Laut eines Sprechers der Behörde sei vorsorglich Antibiotika im Raum Canterbury bereitgestellt worden. Wie es genau zu dem Meningitis-Ausbruch kommen konnte, ist noch unklar. Die BBC berichtet, der Ausbruch könnte mit einer Veranstaltung in Canterbury in Verbindung stehen, an der einige der Erkrankten teilgenommen hätten.
Wie die britische Zeitung Independent berichtet, haben auch ein örtlicher Nachtclub und eine Bar in einer gemeinsamen Erklärung mögliche Betroffene gewarnt: So könnten Besucher möglicherweise „von dem aktuellen Ausbruch betroffen sein“. Die Inhaberin Louise Jones-Roberts habe der Zeitung bestätigt, dass sie von den Gesundheitsbehörden alarmiert worden sei. Man wolle nun bei der Rückverfolgung des Ausbruchs helfen. „Ich bin am Boden zerstört“, sagt sie. „Ich kann mir nicht vorstellen, was die Familien gerade durchmachen.“
Trish Mannes, stellvertretende Regionaldirektorin der Gesundheitsbehörde, erklärt, dass bei Studierenden die Gefahr bestehe, Symptome zu übersehen, da diese „leicht mit anderen Erkrankungen wie einer schweren Erkältung, einer Grippe oder sogar einem Kater verwechselt werden können“. Sie betont zudem, dass Kontaktpersonen der Infizierten vorsorglich mit Antibiotika ausgestattet werden.
In einer Erklärung teilt auch die Universität mit: „Die Sicherheit unserer Studierenden und Mitarbeiter hat für uns weiterhin höchste Priorität.“ Man arbeite eng mit den Gesundheitsbehörden zusammen und stehe in Kontakt mit Mitarbeitern und Studierenden, „um sicherzustellen, dass sie die benötigte Beratung und Unterstützung erhalten.“
Verwendete Quellen: BBC, Independent und Bundesministerium für Gesundheit
































