Behörden in British Columbia warnen Grizzly greift Grundschulklasse an: Verletzte teilweise in „kritischem Zustand”

Grizzlybär in einem kanadischen Nationalpark (Symbolfoto)
Grizzlybär in einem kanadischen Nationalpark (Symbolfoto)
Eibner-Pressefoto/Heike Feiner

Kleine Kinder rennen um ihr Leben!
In der kanadischen Westküstenprovinz British Columbia hat ein Grizzlybär Medienberichten zufolge eine Grundschulklasse angegriffen. Es gebe mehrere Schwerverletzte, zwei von ihnen seien in kritischem Zustand, berichtete die Canadian Press unter Berufung auf Rettungskräfte in der Gemeinde Bella Coola, rund 700 Kilometer nordwestlich von Vancouver. Das Alter der Opfer wurde nicht angegeben, aber den Berichten zufolge sollen auch Kinder darunter sein.

Gesamte Schule unter Schock

Die Naturschutzbehörde der Region bestätigte einen Grizzly-Angriff am Donnerstagnachmittag (Ortszeit) und rief die Anwohner der Gegend auf, dem Wald- und Flussgebiet in einem Umkreis mehrerer Kilometer fernzubleiben. Rettungskräften zufolge ereignete sich der Vorfall auf einem Wanderweg nahe einer Schnellstraße.

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Ihr zehnjähriger Sohn sei mit Mitschülern und Lehrern zu Fuß unterwegs gewesen, als der Bär die Gruppe angegriffen habe, sagte eine Mutter der Canadian Press. Das Tier sei so nah an ihn herangekommen, dass er den Pelz gespürt habe. „Er rannte um sein Leben”, erzählte die Mutter. Der Bär habe ihr Kind verfolgt, aber dann jemand anderes angegriffen. Die gesamte Schule stehe nach dem Vorfall unter Schock.

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Bär noch frei: „Macht euch nicht auf die Suche nach ihm”

Die Ortsregierung der Nuxalk Nation in Bella Coola rief die Bevölkerung auf, möglichst im Haus zu bleiben und nötige Wegstrecken mit dem Auto zurückzulegen. Der aggressive Bär sei weiter frei in der Gegend unterwegs. „Macht euch nicht auf die Suche nach ihm”, warnte die indigene Gemeinschaft eindringlich. Auch kündigte die Schule der Betroffenen an, wegen des Vorfalls am Freitag geschlossen zu bleiben. (dpa)