Brasilien: Hunderte Retter suchen nach ihnenGeschwister-Paar (4, 6) in der Wildnis vermisst, nur Cousin (8) nach drei Tagen gefunden

Hunderte Menschen suchen diese Kinder!
Ágatha Isabelly (6) und Allan Michael (4) werden seit zwei Wochen vermisst, die Sorge um das Geschwisterpaar wächst. Die Kinder verschwanden in einem kleinen Dorf im brasilianischen Bundesstaat Maranhão, berichtet der Sender Globo.
Strohsammler findet Jungen ohne Kleidung und abgemagert
In der ländlichen Gemeinschaft spielen Kinder wie selbstverständlich auf der Straße, niemand macht sich Sorgen, wenn die Kleinen draußen umhertollen. Wie der Sender berichtet, nahm die Großmutter der beiden an, dass sie auf der Veranda des Hauses spielen würden. An Tag ihres Verschwindens, dem 4. Januar, sei auch der achtjährige Cousin Anderson dort gewesen.
Ein Onkel der Kinder sagte dem Sender zufolge, dass er das Trio gegen Mittag gesehen und gebeten habe, nach Hause zurückzukehren. Erst am Nachmitttag habe die Großmutter bemerkt, dass das Mädchen und die beiden Jungen weg sind. Seitdem gelten die Geschwister als vermisst.
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Eine verzweifelte Suche setzte ein, tagelang ohne Ergebnis. Dann ein kleiner Hoffnungsschimmer: Cousin Anderson wurde drei Tage nach dem Verschwinden von einem Mann entdeckt, der mit seinem Wagen unterwegs war und Stroh sammelte. Das Kind war nackt, hatte zehn Kilo abgenommen, berichtet der Sender weiter.
Kinder finden Unterschlupf in Fischerhütte, dann verliert sich ihre Spur
Mittlerweile habe er sich gut erholt und das Krankenhaus wieder verlassen können, in das man ihn gebracht hatte. Von seiner Cousine und seinem Cousin fehlt weiterhin jeder Spur. Anderson berichtete, dass die drei Kinder in einer Hütte an einem Fluss Unterschlupf gesucht hätten, etwa dreieinhalb Kilometer von Luftlinie ihrem Dorf entfernt. Von dort sei er aufgebrochen, um Hilfe zu holen.
Die Hütte wurde inzwischen lokalisiert, heißt es weiter. Von Ágatha Isabelly (6) und Allan Michael fehlt leider weiter jede Spur. Auch wenn der Unterstand nur wenige Kilometer von ihrem Wohnort entfernt liegt, könnten die Kinder wegen natürlicher Hindernisse wie Wasser, Gräben und unwegsamen Geländes eine weit größere Strecke zurückgelegt haben, dem Bericht zufolge mehr als zehn Kilometer. Entsprechend groß sei der Radius, in dem sie sich inzwischen aufhalten können.

Im Umkreis gibt es nur wenige Häuser und einige Gebäude, die von Bauern oder Fischern genutzt werden. Rettungsmannschaften suchen systematisch, nach einem akribischen Plan. 500 Polizisten, Feuerwehrleute und Freiwillige sind Globo zufolge im Einsatz, mehr als die Hälfte des Suchgebiets sei bereits abgesucht. Doch nach mehr als zwei Wochen schwindet die Hoffnung, dass die Geschwister unversehrt gefunden werden. (uvo)
Verwendete Quellen: globo.com


