Macron setzt sich durch!Knallhart-Gesetz für Teenies! Frankreich beschließt Social-Media-Verbot für unter 15-Jährige

Schluss mit Social Media!
Als erstes EU-Land hat Frankreich ein Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren beschlossen. Auf Wunsch von Präsident Emmanuel Macron soll das neue Verbot bereits nach den Sommerferien in Kraft treten.
Große Mehrheit im Senat für ein Verbot
Der französische Senat und die Nationalversammlung in Paris stimmten am Dienstag (21. Juli) mit breiter Mehrheit für ein entsprechendes Gesetz. Präsident Macron sprach nach der Verabschiedung des Gesetzes von einem „großen Fortschritt”. „Frankreich öffnet in Europa den Weg für den Schutz unserer Kinder, unserer Jugendlichen”, sagte er in einem Onlinevideo.
Übergangsfrist von vier Monaten für bestehende Konten
Für neue Social-Media-Konten soll das Gesetz ab dem 1. September gelten, für bestehende Konten soll es eine Übergangsfrist von vier Monaten bis zum 1. Januar 2027 geben. In dieser Zeit „werden wir die schon existierenden Konten von unter 15-Jährigen schließen”, hatte Macron vergangenen Monat gesagt.
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Zudem sieht das Gesetz eine Ausweitung des Verbots von Mobiltelefonen in Schulen von der Grund- und Mittelstufe auch auf die Oberstufe vor. Ausnahmeregelungen sind aber erlaubt.

Social-Media-Nutzung schadet laut Studien der mentalen Gesundheit
Ziel des Gesetzes ist es, gesundheitsschädliche Auswirkungen der Onlinenetzwerke auf Heranwachsende zu vermeiden. Laut einem Bericht der nationalen Gesundheitsbehörde schadet die Nutzung der mentalen Gesundheit von Jugendlichen erheblich.
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Zu den Risiken zählen etwa Cybermobbing, das ständige Vergleichen mit anderen oder mit teils unrealistischen Vorbildern sowie brutale Inhalte. Zudem saugen die Algorithmen laut der Studie die Aufmerksamkeit junger Menschen ein und bringen sie häufig um ihren Schlaf.
Strafen sind nicht geplant
Strafmaßnahmen für Kinder und Eltern sind in dem Gesetzentwurf nicht vorgesehen. Stattdessen wird es Aufgabe der Plattformen sein, ein System zur Altersüberprüfung einzurichten – gegebenenfalls mehrere parallel, um den Nutzerinnen und Nutzern eine Wahl zu lassen.
Australien hat Vorreiterrolle eingenommmen
Als erstes Land weltweit hatte Australien im vergangenen Dezember ein Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren in Kraft gesetzt. Eine im Juni veröffentlichte Studie zeigte aber, dass das Verbot wenig Auswirkungen auf das Nutzungsverhalten von Teenagern bei Angeboten wie Instagram, Facebook und TikTok hatte. Minderjährige Nutzer umgehen demnach die per Gesetz erlassenen Beschränkungen, indem sie beispielsweise Fake-Accounts erstellen oder Konten nutzen, die auf ältere Personen registriert sind. (anr)
Verwendete Quellen: AFP


