Drama über den WolkenKatastrophe filmreif verhindert! Das sind die sechs Helden von Flydubai-Flug FZ1073

Das Flugzeug bei der Notlandung in Saudi-Arabien
Das Flydubai-Flugzeug bei der Notlandung in Saudi-Arabien
Ohad Zwigenberg/AP/dpa

Was für ein mutiger Einsatz!
Mehrere Menschen verhindern den Absturz eines Flugzeugs auf dem Weg von Dubai nach Tel Aviv. Dass die Katastrophe ausbleibt, ist offenbar vor allem drei Männern zu verdanken. Daneben haben weitere Helfer ihren Anteil.

Smit Machchhar, Pilot

Der Pilot Smit Machchhar wird während des Fluges nach Tel Aviv im Cockpit Berichten zufolge plötzlich von seinem aus dem Oman stammenden Co-Piloten mit einem Messer attackiert. Der mutmaßliche Terrorist wollte Machchhar offenbar ausschalten, damit er das Flugzeug zum Absturz bringen kann.

Der Inder Smit Machchhar steuerte das Flugzeug
Der Inder Smit Machchhar steuerte das Flugzeug
Reuters

Nach Angaben von Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu leistete Machchhar jedoch Widerstand und schaffte es, die Tür des Cockpits zu öffnen. So konnten Passagiere in die Kabine gelangen und den Co-Piloten überwältigen. Da sich das Flugzeug schon in einem steilen Sinkflug befunden haben soll, ermöglichte die Öffnung der Tür wahrscheinlich gerade noch die Verhinderung der Katastrophe.

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Machchhar wurde bei dem Angriff durch den Co-Piloten verletzt und liegt derzeit in einem Krankenhaus in Saudi-Arabien. Sein Zustand soll stabil sein.

Yaniv Hajun, Passagier

Yaniv Hajun ist einer der Passagiere und reagierte wohl sehr schnell, als die Verriegelung der Cockpittür von Machchhar geöffnet wurde. In einem von Netanjahu veröffentlichten Video sagte Hajun: „Jemand schrie, das Licht ging aus.” Er habe dann mit anderen versucht, die Tür aufzudrücken, vor der Machchhar mit mehreren Stichwunden lag. Nachdem dies gelungen war, sah Hajun den Angaben zufolge, wie der Co-Pilot versuchte, „die Instrumente zu zerstören, um das Flugzeug unbrauchbar zu machen”.

Yaniv Hajun
Yaniv Hajun wurde von Israels Regierungschef als Held gefeiert
Reuters

„Ich habe den Angreifer gepackt, ihn in einen Würgegriff genommen und ihn als Erstes nach draußen gezogen”, so Hayun. „Das ging in Sekundenschnelle. Ich rief die israelischen Männer, die mit uns im Flugzeug waren, zwei kamen zu mir. Wir haben ihn festgehalten, um ihn unter Kontrolle zu bringen.”

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Hayun will daraufhin ins Cockpit gesprungen sein, um „an der Steuerung zu ziehen”. Darauf soll sich das Flugzeug stabilisiert haben. Netanjahu fragte ihn, woher er gewusst habe, was er tun müsse. Die Antwort des Passagiers: „Ich schaue ‘Air Crash Investigation’. Und ich wusste, ich musste ziehen.” In der Dokuserie werden Zwischenfälle auf Flügen realistisch nachgestellt.

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Pilot, der als Passagier unterwegs war

Aus Medienberichten und den Aussagen von Zeugen geht hervor, dass ein Pilot das Flugzeug von Hajun übernommen hat, der eigentlich als Passagier auf dem Flug unterwegs war. Sein Name ist unbekannt. Hajun sagte, es seien sogar zwei Piloten aus der Passagierkabine nach vorn ins Cockpit gekommen. Einer von ihnen habe dann gesagt, dass er die Kontrolle übernehme. Ein großes Glück, denn so konnte die Maschine sicher gelandet werden.

Ob der verletzte Machchhar in der Lage gewesen wäre, das Flugzeug zu landen, ist unklar. Wären die beiden Piloten nicht unter den Passagieren gewesen, hätte möglicherweise ein Passagier versuchen müssen, das Flugzeug mit Funk-Unterstützung zu landen.

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Die weiteren Helden von Flydubai-Flug FZ1073

Neben den drei oben genannten Männern gibt es mehrere weitere, die sich offenbar heldenhaft verhielten. Die Times of Israel berichtete von Assaf Rajwan, der bei der Überwältigung des Co-Piloten geholfen haben soll und dabei leicht verletzt wurde. Er sagte gegenüber Channel 12, das Ganze sei „wie im Film gewesen”. Er hätte nicht gedacht, dass so etwas im echten Leben passieren könne.

Der zweite Mann, der laut eigenen Angaben den Co-Piloten überwältigte, ist Tzvika Manes. Er sagte dem Sender, seine Frau habe seine kleine Tochter gerade zur Toilette im vorderen Teil des Flugzeugs begleitet, als sie Schreie von einem Kampf im Cockpit hörte. „Ich habe meine Tochter aus dem Badezimmer geholt und mich auf den Angreifer gestürzt”, so Manes. „Es war eine sehr schwierige Situation, aber da wir Israelis sind, haben wir schnell reagiert.” Er berichtete zudem von einem Arzt an Bord, der sich ebenfalls verdient gemacht haben soll, denn er habe den verletzten Piloten Machchhar versorgt.

Bei diesem Mann könnte es sich um Shota Musayev gehandelt haben. Dieser sagte der Times of Israel, er sei einer der Passagiere gewesen, die ins Cockpit eilten, als er merkte, dass etwas nicht stimmte. „Als ich ins Cockpit kam, war der Pilot in einem wirklich schlechten Zustand und blutete stark, vor allem am Kopf.” Er sei der einzige Arzt an Bord gewesen und habe Machchhars Blutung gestillt und den Blutdruck stabilisiert.

Verwendete Quellen: ntv