Versuchter Terroranschlag über Jordanien?„Wie auf einer Achterbahn“ – So erlebten die Passagiere die Todesangst im Flydubai-Flieger
Eine Tragödie heldenhaft verhindert?
Plötzlich sackt die Maschine ab, vorne im Flugzeug bricht Tumult aus. Für die Passagiere von Flydubai-Flug FZ1073 nach Tel Aviv beginnen Minuten voller Angst. Nach Angaben israelischer Regierungsvertreter soll ein Pilot seinen Kollegen mit einem Messer attackiert und versucht haben, die Maschine zum Absturz zu bringen. Das genaue Motiv wird noch untersucht.
Israel: Passagiere erleben Horror auf Flydubai-Flug
„Wir sind über Jordanien geflogen und plötzlich sackte die Maschine ab wie auf einer Achterbahn.“ Almog Itali beschreibt im Interview den Moment, in dem aus einem normalen Flug nach Israel plötzlich ein Albtraum wird. Die Maschine sei „sehr, sehr scharf“ abgesackt. Lange Sekunden habe es gedauert, bis sie sich wieder stabilisiert habe. An Bord befinden sich zahlreiche israelische Passagiere, darunter auch Familien mit Kindern. Was genau vorne im Flugzeug passiert, können viele zunächst nicht sehen.

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„Im vorderen Teil des Flugzeugs gab es Tumult“
Dann machen Informationen die Runde, dass es im Cockpit einen Angriff gegeben habe. Nach Angaben des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu soll einer der Piloten seinen Kollegen mit einem Messer verletzt und anschließend versucht haben, das Flugzeug zum Absturz zu bringen.
Israels Verteidigungsminister Israel Katz sprach von einem versuchten Terroranschlag. Flydubai selbst bestätigt bislang lediglich eine gewaltsame Auseinandersetzung im Cockpit und betont, dass die Hintergründe noch untersucht werden.
Für die Menschen in der Kabine zählt in diesem Moment ohnehin nur eines: Das Flugzeug muss wieder unter Kontrolle gebracht werden. „Ein paar kräftige Kerle, die vorne im Flugzeug saßen, haben sich darum gekümmert“, berichtet Almog Itali. Mehrere Reisende sollen eingegriffen und den mutmaßlichen Angreifer überwältigt haben. Zwei weitere Piloten, die sich nach Passagierberichten zufällig an Bord befanden, konnten anschließend die Kontrolle über die Maschine übernehmen.

Maschine verliert in kürzester Zeit massiv an Höhe
Flugdaten zeigen, wie dramatisch die Situation gewesen sein muss. Die Boeing 737 Max 8 verlor über Jordanien binnen kürzester Zeit mehr als 14.000 Fuß an Höhe. Später wurden zunächst der Notfallcode 7700 und anschließend 7500 gesendet, der auf einen unrechtmäßigen Eingriff an Bord hinweist.
Almog Itali erinnert sich vor allem an dieses Gefühl des Fallens. „Der Sturzflug war beängstigend“, sagt er. Doch nachdem die anderen Piloten übernommen hätten, sei die Anspannung langsam gewichen. Die Maschine wurde nach Tabuk in Saudi-Arabien umgeleitet. Dort konnten die verletzten Piloten medizinisch versorgt werden. Nach Angaben des Flughafenbetreibers wurden zwei Crewmitglieder ins Krankenhaus gebracht. Die Passagiere blieben unverletzt.
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Nach der Landung mussten die Reisenden zunächst im Flugzeug bleiben, während saudische Sicherheitskräfte die Lage überprüften. Erst danach durften sie aussteigen. Für Almog Itali ist vor allem wichtig, dass seine Familie den Horror unbeschadet überstanden hat. „Hier ist meine Frau. Ihr geht es gut. Den Kindern auch.“ Saudi-Arabische Behörden ermitteln nun gegen den mutmaßlichen Angreifer. Flydubai mahnt unterdessen, keine voreiligen Schlüsse zum Motiv zu ziehen, solange die Untersuchung läuft.
Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherchen


