FBI eingeschaltetBanker plant Mord an seiner Ex - ChatGPT schlägt Alarm

Chatbot schlägt Alarm!
Ein 25-jähriger Banker aus Florida soll seiner Ex-Freundin über Wochen mit Mord gedroht und seine Pläne in Chats mit ChatGPT detailliert beschrieben haben. Der KI-Anbieter schlug Alarm, informierte die Behörden – und verhinderte damit womöglich eine Bluttat.
Florida: Goldman-Sachs-Analyst plant laut Ermittlern Mord an Ex-Freundin – ChatGPT meldet Chats an FBI
Palm Beach – Die Trennung nach sechs Monaten Beziehung soll der Auslöser gewesen sein. Im März 2026 machte die 21-Jährige am Telefon mit Darren Z. Schluss, weil sie seine Reaktion fürchtete. Gegenüber Ermittlern beschrieb sie den damaligen Goldman-Sachs-Analysten später als eifersüchtig, kontrollierend und unberechenbar.
Lese-Tipp: Unmaskierter Räuber plante Banküberfall mit ChatGPT
Nach Medienberichten soll der 25-Jährige anschließend über Wochen ChatGPT genutzt haben, um über seine Ex-Freundin zu schreiben. Zunächst ging es demnach um ihre Gewohnheiten, Orte und seine Eifersucht. Dann seien die Nachrichten immer drastischer geworden: Ermittler werfen ihm vor, konkrete Gewalt- und Mordabsichten gegen die junge Frau, später auch gegen ihre Familie, formuliert zu haben.
Konnte die KI eine Bluttat verhindern?
OpenAI habe die Behörden informiert, berichtete die „Palm Beach Post“. Das FBI übergab dem Sheriff’s Office von Palm Beach County demnach Gesprächsprotokolle aus rund zwei Monaten. Parallel soll die Frau selbst beleidigende, sexualisierte und bedrohliche Nachrichten erhalten und diese bei der Polizei eingereicht haben.

Ende Mai wurde der Mann festgenommen. Goldman Sachs trennte sich anschließend von ihm. Im August bekannte er sich im Rahmen einer Vereinbarung schuldig. Ein Gericht verhängte laut US-Medien acht Jahre Bewährung; in den ersten zwei Jahren gelten verschärfte Auflagen, darunter elektronische Überwachung, Therapie, ein Anti-Gewalt-Programm, Waffenverbot und ein striktes Kontaktverbot zur Ex-Freundin. Eine Haftstrafe blieb ihm nach dem Deal erspart.
Video-Tipp: Ist „ChatGPT” das Google von Morgen?
Der Fall zeigt, dass digitale Chats bei konkreten Gefahren eine entscheidende Rolle spielen können. Wichtig ist aber auch: Nicht jeder verstörende oder aggressive Chat führt automatisch zu einer Meldung oder einem Strafverfahren. Entscheidend sind, laut ChatGPT-Firma Open AI, konkrete, glaubhafte Hinweise auf eine unmittelbar drohende Gefahr – wie sie Ermittler im Fall des 25-Jährigen gesehen haben.
Verwendete Quellen: MiamiHerald, USToday, Palmbeachpost
































