Elfjährige wurde getötetNach Horror-Fund: Neue Erkenntnisse im Fall Lyhanna (†11) erschüttern Frankreich!

Polizei, Taucher, Hunde und Hubschrauber suchen seit Freitag fieberhaft nach dem Mädchen. Die Eltern geben die Hoffnung nicht auf.
Polizei, Taucher, Hunde und Hubschrauber suchten fieberhaft nach dem Mädchen – dann wurde sie in einem Getreidesilo gefunden.
Gendarmerie du Gers

Das Verschwinden der elfjährigen Lyhanna bewegt ein ganzes Land!
Nun bringt die Obduktion neue, erschütternde Details ans Licht – und entfacht die Debatte über schwere Versäumnisse der Justiz erneut.

Obduktion bringt erschütternde Erkenntnis

Frankreich steht weiter unter Schock: Im Fall der getöteten elfjährigen Lyhanna haben Ermittler neue Erkenntnisse bekannt gegeben. Wie aus Ermittlerkreisen verlautete, wurde das Mädchen aus Südfrankreich vor seinem Tod vergewaltigt. Die genaue Todesursache konnte durch die Obduktion bislang jedoch nicht eindeutig geklärt werden. Nach Informationen der französischen Zeitung Le Monde wurde bei der Autopsie DNA des mutmaßlichen Täters Jérôme B. an Lyhannas Leiche gefunden. Außerdem wurden Spuren von Knebelung und Fesselung festgestellt.

Mutmaßlicher Täter schweigt weiter

Jérôme B. war der Familie von Lyhanna bekannt, hatte Kontakt zu dem Mädchen und geriet bereits früher wegen unangemessenen Verhaltens gegenüber einer Schülerin in Schwierigkeiten.
Jérôme B. war der Familie von Lyhanna bekannt, hatte Kontakt zu dem Mädchen und geriet bereits früher wegen unangemessenen Verhaltens gegenüber einer Schülerin in Schwierigkeiten.
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Die Leiche der Schülerin war sechs Tage nach ihrem Verschwinden Anfang Juni in einem Getreidesilo entdeckt worden. Zuletzt war Lyhanna im Auto des mutmaßlichen Täters Jérôme B. gesehen worden. Der 41-Jährige sitzt inzwischen in Untersuchungshaft und schweigt zu den Vorwürfen. Besonders brisant: Gegen ihn lagen bereits mehrere Anzeigen wegen Vergewaltigung Minderjähriger vor. Nach Angaben der Ermittler sind inzwischen vier entsprechende Vorwürfe gegen den Mann bekannt.

Lese-Tipp: Angehörige und Dorfbewohner nehmen Abschied von getöteter Lyhanna (†11)

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Empörung über Justizversagen wächst

Der Fall sorgt in Frankreich nicht nur für Trauer, sondern auch für massive Empörung. Denn Jérôme B. war bereits im Sommer 2025 wegen der mutmaßlichen Vergewaltigung eines Mädchens angezeigt worden – dennoch soll er seitdem nie von den Behörden vernommen worden sein. Präsident Emmanuel Macron und mehrere Minister räumten inzwischen gravierende Mängel im Justizsystem ein. Die Regierung kündigte an, ein geplantes Kinderschutzgesetz zu verschärfen. Geplant sind unter anderem härtere Strafen für Serientäter sowie die Verpflichtung, bei Missbrauchsverdacht innerhalb von drei Monaten Ermittlungen aufzunehmen.

Wenn es in eurem Umfeld sexuellen Missbrauch von Kindern oder Jugendlichen gibt oder ihr selbst betroffen seid, findet ihr unter der Nummer 0800 – 22 55 530 oder unter www.hilfe-portal-missbrauch.de Menschen, mit denen ihr darüber sprechen könnt. (anr)

Verwendete Quelle: AFP, Le Monde