Passagierin berichtet von dramatischem Eurowings-Flug„Plötzlich trugen alle Masken!“ Urlauberin schildert bange Minuten im Flugzeug

Plötzlich herrscht Alarmstimmung an Bord.
Auf einem Eurowings-Flug von Rhodos nach Düsseldorf werden am Sonntagabend (18. Oktober) mehrere Passagiere krank. Die Piloten fordern eine priorisierte Landung an, am Flughafen warten bereits zahlreiche Rettungskräfte. Eine Passagierin erzählt RTL jetzt, wie sie die Situation erlebt hat – und warum sie nach der Landung noch lange um ihre Gesundheit bangte.
Flugbegleiter tragen plötzlich Masken
Eigentlich wollen die Urlauberin und ihr Freund auf dem Rückflug aus Griechenland nur entspannt eine Serie schauen. Von den Problemen an Bord bekommen die beiden zunächst kaum etwas mit. Nur eines fällt ihnen auf: Einem Passagier direkt hinter ihnen ist schon zu Beginn des Fluges übel.
Lese-Tipp: Mehrere Passagiere plötzlich krank! Eurowings-Flieger aus Rhodos fordert priorisierte Landung an
Doch dann verändert sich die Situation. „Nach etwa einer Stunde haben wir dann bemerkt, dass plötzlich alle Flugbegleiter Masken trugen, was wir etwas beunruhigend fanden“, erzählt die Passagierin, die anonym bleiben möchte, im Gespräch mit RTL. „Da hatte ich bereits den Verdacht, dass möglicherweise etwas an Bord umgeht. Ich habe tatsächlich direkt an das Norovirus gedacht“, berichtet sie. Ob das hochansteckende Virus tatsächlich für die Beschwerden verantwortlich ist, bleibt bislang unklar.
Pilot spricht von „besonderer Lage“
Kurz vor der Landung folgt dann eine Durchsage aus dem Cockpit. Der Pilot bedankt sich laut der Passagierin bei der Crew für ihren Einsatz in dieser „besonderen Lage” und bei allen, die versucht haben, eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Außerdem kündigt er an, dass am Düsseldorfer Flughafen bereits medizinisches Personal auf die Maschine wartet. Doch nach der Landung dürfen die Reisenden erstmal nicht aussteigen. „Die meisten von uns wussten nicht wirklich, was gerade passiert”, schildert die Urlauberin. Schließlich betreten drei Personen in vollständiger Schutzkleidung die Maschine. Sie gehen durch die Reihen und befragen die Passagiere zu möglichen Symptomen.

Doch auch danach heißt es für die Urlauber: weiter warten! „Viele Passagiere waren zunehmend genervt und konnten nicht nachvollziehen, warum auch die gesunden Personen ohne Symptome insgesamt etwa anderthalb Stunden gemeinsam mit den erkrankten Personen im Flugzeug bleiben mussten“, erzählt die Augenzeugin RTL.
Besonders die fehlenden Informationen machen den Reisenden zu schaffen. „Immer wieder wurde uns gesagt, dass es in fünf Minuten neue Informationen geben würde. Daraus wurden dann 15 Minuten und schließlich noch längere Wartezeiten.“ Erst gegen 23.30 Uhr dürfen sie die Maschine schließlich verlassen. „Insgesamt war die Situation ziemlich verunsichernd, vor allem, weil wir lange nicht wussten, was genau vor sich ging und wie gefährlich die Lage tatsächlich war“, sagt die Passagierin.
Video-Tipp: Privatjet verliert Tür mitten im Flug – Mayday-Notruf und Notlandung in Abuja
Drei Passagiere nach Eurowings-Flug im Krankenhaus
Eurowings bestätigt den medizinischen Zwischenfall auf Flug EW9631 gegenüber RTL.de. Mehrere Fluggäste klagten während des Fluges über starkes Unwohlsein. Die Cockpitcrew forderte deshalb eine priorisierte Landung in Düsseldorf an. „Nach der Landung wurden drei betroffene Passagiere durch medizinisches Personal vor Ort untersucht und betreut. Sie haben sich vorsichtshalber ins Krankenhaus begeben, alle anderen sind normal nach Hause gefahren“, erklärt eine Sprecherin der Fluggesellschaft.
Insgesamt befanden sich 212 Passagiere und sieben Besatzungsmitglieder an Bord. Auch der Düsseldorfer Flughafen bestätigt auf RTL-Anfrage den medizinischen Einsatz. Der Flughafenbetrieb wurde dadurch nicht beeinträchtigt. „Die Ursache für die Beschwerden ist derzeit noch unklar und wird untersucht“, teilt Eurowings mit. Ob tatsächlich Noroviren dahinterstecken, ist bislang nicht bestätigt.
Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche



