Tragödie in TierparkTiger tötet Mann in Zoo – Zweifach-Mutter will ihn noch zurückhalten

Die Mutter greift vor den Augen ihrer Kinder ein.
Ein Mann ist am Samstag (10. Oktober) im Yorkshire Wildlife Park im englischen Doncaster von einem Tiger getötet worden. Der Besucher war von einer Brücke in das Gehege gesprungen. Kurz vor der Tigerattacke hatte eine Mutter noch versucht, ihn zurückzuziehen. Das berichten Augenzeugen der britischen Zeitung The Telegraph.
Mann stirbt nach Tigerangriff im Yorkshire Wildlife Park
Die Frau besucht den Park mit ihren beiden Kindern, als sie versucht, den Mann aufzuhalten. Anthony Hunt und seine Freundin Scarlet Hogan beobachten die Situation. „Er war stärker als sie und sprang hinunter. Sie wirkte wirklich verängstigt“, schildert Hunt der Zeitung. Anschließend spricht das Paar mit der Mutter. „Wir haben danach mit ihr gesprochen, und sie meinte: ‚Ich habe versucht, ihn zurückzuziehen‘, aber ich vermute, sie wollte nicht auch noch ihr eigenes Leben riskieren“, erzählt Hunt.
Schon bei ihrer Ankunft auf dem Parkplatz fällt dem Paar der Mann durch sein auffälliges Tanzen auf. Damals denken sich Hunt und Hogan noch nichts dabei. Auch Besucherin Marie Miller beobachtet ihn vor dem Angriff. Sie sieht ihn mit Kopfhörern auf der Brücke tanzen. Nach ihrer Schilderung freut er sich über den Anblick des Tigers. „Er war offensichtlich mit niemandem zusammen und bat einen völlig Fremden, ein Foto von ihm mit dem Tiger im Hintergrund zu machen“, erzählt Miller dem The Telegraph.
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Der Blick des Tigers führt das Paar zu dem Mann
Hunt und Hogan fotografieren gerade Tiger Altai, als dessen Aufmerksamkeit auf den Besucher im Gehege fällt. Zunächst freut sich die 21-Jährige noch über gelungene Aufnahmen des Tieres. Dann erkennt das Paar die Gefahr. „Wir folgten dem Blick des Tigers und sahen ihn in der Ecke einfach durch das Gehege gehen“, beschreibt Hogan den Moment, in dem sie den Mann entdeckt.
Er tanzt dort mit seinem Handy in der Hand. „Es sah so aus, als würde er Selfies machen. Dann, als er auf alle viere ging, begann er zu beten. Es war das Seltsamste überhaupt“, schildert die Augenzeugin The Telegraph. Auch seinen Zustand beschreibt sie als ihren persönlichen Eindruck. „Bis er angegriffen wurde, war es, als wäre er in Trance, überhaupt nicht in der Realität.“ Die Identität des Mannes ist weiterhin nicht bekannt.
Die Tigerattacke lässt die Augenzeugen erstarren
Tiger Altai nähert sich dem Mann und greift an. Hunt und Hogan müssen das Geschehen mitansehen. „Wir standen einfach nur da, wie erstarrt“, erinnert sich die 21-Jährige. Hunt berichtet außerdem von Schüssen. Seiner Schilderung zufolge werden sie in den Boden abgegeben.
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Gegen 13.35 Uhr Ortszeit werden Rettungskräfte zum Wildpark gerufen. Für den Mann kommt jede Hilfe zu spät. Er wird noch vor Ort für tot erklärt.
Nicht nur die Augenzeugen bleiben nach der tödlichen Attacke schockiert zurück. „Die Tierpfleger sind alle völlig aufgelöst”, sagt Park-Mitarbeiterin Charlotte Pywell der britischen Zeitung. Betroffene Mitarbeiter würden spezialisierte Unterstützung erhalten. „Ich weiß nicht, wer der Mann war oder was ihn dazu gebracht hat, zu springen”, ergänzt sie, aber der Angriff wäre nicht die Schuld des Tigers gewesen. Inzwischen hat der Park bestätigt, dass Altai als Folge des Vorfalls nicht eingeschläfert wird.
Verwendete Quellen: The Telegraph, South Yorkshire Police, The Independent, AOL

