Trockenster Juli aller ZeitenHälfte Englands leidet unter „Blitzdürre“

Cracked ground in the farmers fields as of mid April 2026. As of late March 2026, England has officially recovered from the previous drought status following four months of above-average rainfall, according to the Environment Agency. While most areas are in recovery or back to normal, some eastern regions of England still face lingering dry conditions, with potential risks for water scarcity in early summer 2026., Credit:Geoffrey Swaine / Avalon
Ein Foto aus dem April - durch den ausbleibenden Regen sieht der Boden auch im Juli vielerorts in England ähnlich aus.
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In England regnet es fast immer - soweit das Klischee. Das scheint immer öfter der Vergangenheit anzugehören. Denn auch die Insel leidet unter hohen Temperaturen und Trockenheit. Im Juli fällt fast kein Regen. Dafür aber der Temperaturrekord.

Etwas mehr als die Hälfte der Fläche Englands ist infolge „beispiellos geringer Niederschläge und außergewöhnlich hoher Temperaturen“ Regierungsangaben zufolge von Dürre betroffen. Die Umweltbehörde der britischen Regierung sprach von einer „Blitzdürre“, die durch diese beiden Phänomene entsteht. Ihren Angaben zufolge fielen im Juli landesweit nur sieben Prozent der erwarteten Niederschlagsmenge, in einigen Teilen Südenglands sogar nur ein Prozent. England erlebte damit den voraussichtlich trockensten Juli seit Beginn der Aufzeichnungen.

Es ist bereits der zweite Sommer in Folge, in dem Teile Englands von Dürre betroffen sind. „Die Flusspegel sinken, Landwirte müssen vorzeitig ernten, die Waldbrandgefahr steigt und Millionen Menschen müssen ihren Wasserverbrauch einschränken“, erklärte die Behörde.

Insgesamt sind demnach sieben Gebiete in England von Dürre betroffen, darunter London, East Anglia im Nordosten, der gesamte Südwesten und die West Midlands. Die Gebiete machen 51,4 Prozent der Landesfläche aus.

Die für Dürre zuständige nationale Behörde, welcher Vertreter der Regierung, der Landwirtschaft und der Wasserversorgungsunternehmen angehören, sei zusammengekommen, um über die Lage zu beraten, erklärte die Umweltbehörde. Laut der Leiterin der Behörde, Helen Wakeham, wird derzeit mehr Wasser verbraucht, als die Natur wieder zur Verfügung stellen kann.

Die nationale Wetterbehörde Met Office gab derweil bekannt, dass die Messungen für Juni mittlerweile ausgewertet seien und sowohl für England als auch für Großbritannien mit 38 Grad ein neuer Temperaturrekord verzeichnet worden sei. Der bislang höchste Wert lag bei 37,7 Grad.

Große Teile Europas leiden derzeit unter großer Hitze und aufgrund ausbleibenden Regens unter Trockenheit. In Spanien und Frankreich brennen so große Flächen wie nie zuvor. Zahlreiche Staaten haben neue Hitzerekorde verzeichnet, oftmals an gleich mehreren Tagen hintereinander. Der menschengemachte Klimawandel fördert diese Entwicklung massiv. Die Phänomene wie Hitze und Dürre treten häufiger und intensiver auf und halten länger an.

Verwendete Quellen: als/AFP