Abgeordnete schreibt Tech-MilliardärKein Dienst-BMW für AfD-Politiker – Partei bittet Elon Musk um Hilfe

Wo bekommt die AfD jetzt einen neuen Dienstwagen für Landtagspräsidenten Rausch her? BMW zieht das Leasingangebot zurück, da wendet sich die Rechtsaußenpartei an einen alten Freund.
Weil Sachsen-Anhalts Landtagspräsident Tobias Rausch möglicherweise bald ohne Dienstwagen dasteht, sucht die AfD nach neuen Alternativen: Die Bundestagsabgeordnete Beatrix von Storch hat Tesla-Milliardär Elon Musk auf X nach einem Ersatzfahrzeug gefragt. Auf Englisch schrieb sie zu einem Screenshot der „Zeit“-Meldung, ob der Unternehmer in der Lage sei, Rausch mit einem Auto auszustatten. Musk hatte die AfD schon mehrfach öffentlich beworben und sprach digital zugeschaltet beim Wahlkampfauftakt 2025.
Eigentlich hätte BMW den Landtagspräsidenten mit einem Dienstwagen versorgt. Doch übereinstimmenden Medienberichten zufolge zog der deutsche Autobauer die Verlängerung des Leasingvertrages an dem Tag zurück, an dem mit Rausch bundesweit erstmals ein AfD-Politiker in dieses Amt gewählt wurde. Die Dienstwagenflotte von Landesregierung und Landtag umfasst mehrere Fahrzeuge, die meisten davon stammen von BMW. In der Regel sind die Dienstwagen nicht persönlich zugeordnet und werden von mehreren Politikern und Beamten gemeinsam genutzt.
Einige wenige, darunter das Gefährt des Präsidenten, sind jedoch personifiziert. Der Vertrag für das betreffende Auto des Landtagspräsidenten wäre im November ausgelaufen. Die BMW Group teilte auf Anfrage mit, sich grundsätzlich nicht zu einzelnen Kundenbeziehungen zu äußern. Andere Angebote deutscher Autobauer liegen dem Vernehmen nach nicht vor. Normalerweise ist es aus Prestigegründen üblich, dass deutsche Amtsträger auch mit deutschen Autos ausgestattet werden.
AfD-Fraktionschef Ulrich Siegmund erklärte dazu: „Mit der Schwalbe zur Staatskanzlei! Da BMW mit Demokratie offenbar wenig am Hut hat, werde ich im Dezember mit derjenigen zur Staatskanzlei fahren, die mich auch treu durch den Wahlkampf begleitet hat. Zweitakt statt Bevormundung!“ Siegmund will sich im Dezember zum Ministerpräsidenten wählen lassen. Trotz Kritik der Simson-Nachfahren war Siegmund im Wahlkampf mehrmals mit einem der Fahrzeuge unterwegs.
Verwendete Quellen: ses/dpa


