Autobauer zieht Leasing-Angebot zurückAfD-Landtagspräsident darf keinen BMW fahren

Er hat einen neuen Job, aber womöglich bald keinen Dienstwagen mehr!
Der Autobauer BMW hat offenbar sein Leasingangebot für den neuen AfD-Landtagspräsidenten Tobias Rausch zurückgezogen. Und das ausgerechnet am Tag seiner Wahl. Auf RTL-Anfrage will sich der Autobauer nicht zu dem Vorgang äußern.
BMW zieht Leasingangebot für AfD-Landtagspräsidenten zurück
Der neue Landtagspräsident von Sachsen-Anhalt, Tobias Rausch (35), könnte schon bald ohne Dienstwagen dastehen. Wie die Zeitung Zeit unter Berufung auf die Landtagsverwaltung berichtet, hat BMW sein bereits vorliegendes Leasingangebot am Dienstag (6. Oktober) zurückgezogen. Ausgerechnet an diesem Tag wurde Rausch als erster AfD-Politiker in Deutschland zum Landtagspräsidenten gewählt.
Warum der Münchner Autobauer das Angebot offensichtlich zurückgenommen hat, ist bislang unklar. Eine BMW-Sprecherin erklärte auf RTL-Anfrage, dass sich das Unternehmen zu dem Vorgang nicht äußere.
Tobias Rausch darf bisherigen BMW nur noch bis November fahren

Noch ist der AfD-Politiker allerdings nicht ohne Auto unterwegs. Rausch nutzt derzeit den bisherigen Dienstwagen seines CDU-Vorgängers Gunnar Schellenberger. Dabei handelt es sich um einen BMW 7er, der laut Zeit innerhalb von neun Monaten bereits mehr als 50.000 Kilometer zurückgelegt hat.

Doch der Leasingvertrag läuft im November aus. Bis dahin muss die Landtagsverwaltung ein neues Fahrzeug organisieren. Das könnte schwierig werden: Nach Angaben der Verwaltung lag bislang kein weiteres Angebot eines großen deutschen Autobauers vor. BMW war demnach der einzige namhafte deutsche Hersteller, der ein entsprechendes Leasingangebot gemacht hatte.
BMW-Chef kritisierte zuletzt Rechtspopulismus und Nationalismus

Ob der Rückzug des Angebots tatsächlich mit der Wahl von Tobias Rausch zusammenhängt, ist nicht bekannt. Allerdings hatte BMW-Chef Milan Nedeljković zuletzt deutliche Kritik an Rechtspopulismus und Nationalismus geäußert.
In einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erklärte er: „Rechtspopulismus und Nationalismus sind Gift für einen weltoffenen Wirtschaftsstandort, der vom Welthandel lebt.“
Rauschs Wahl hatte zuvor für politische Diskussionen gesorgt. Der AfD-Politiker erhielt am Dienstag 48 Ja-Stimmen, obwohl AfD und BSW gemeinsam nur über 44 Mandate verfügen. Damit muss er bei der geheimen Abstimmung auch Unterstützung aus anderen Fraktionen bekommen haben. Der Verfassungsschutz stuft die AfD in Sachsen-Anhalt als gesichert rechtsextremistisch ein.
Verwendete Quelle: eigene RTL-Recherche, Zeit


