Krasses Wachstum in der EU!Elektroautos: Stärkstes Wachstum im Automarkt der EU – ein Drittel mehr Neuwagen

Ein Elektrofahrzeug von Volkswagen lädt mit einem gelben Kabel an einer Ladesäule.
VW verkaufte im März die meisten Autos.
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Alle EU-Länder fördern Elektroautos. Das zahlt sich im ersten Quartal beim Absatz aus. Besonders Tesla und BYD verbessern sich. Die deutschen Hersteller verkaufen allerdings weit mehr Neuwagen.

Elektroautos haben am Automarkt in der Europäischen Union im ersten Quartal das stärkste Wachstum hingelegt. Von Januar bis März wurden nach Daten des Herstellerverbandes ACEA 547.000 Neuwagen mit Batterieantrieb registriert, ein Drittel mehr als im Vorjahreszeitraum.

„Der Markt wurde durch eine robuste Konsumnachfrage gestützt, die durch neue und überarbeitete Steuervergünstigungen und Förderprogramme in den wichtigsten europäischen Ländern angekurbelt wurde“, teilte ACEA mit. Der Marktanteil verbesserte sich um vier Prozentpunkte auf 19,4 Prozent.

Beliebteste Antriebsart mit einem Anteil von 39 Prozent sind Pkw mit Hybridmotoren, bei denen eine kleine Batterie den Verbrennungsmotor ergänzt. Sie legten im ersten Quartal um 13 Prozent auf gut eine Million Fahrzeuge zu. Da die Nachfrage nach Autos mit Benzin- oder Dieselmotor um 18 und 15 Prozent sank, verzeichnete der Gesamtmarkt in den ersten drei Monaten vier Prozent Wachstum auf 2,8 Millionen Wagen.

Nach einer Übersicht von ACEA bieten alle EU-Staaten Anreize zum Umstieg auf Elektroautos. Steuerliche Vorteile für Dienstwagen gibt es in 18 Mitgliedstaaten, eine Kaufförderung in 21 Ländern. In der Regel wird die Anschaffung reiner E-Autos und von Plug-in-Hybrid-Modellen gefördert, fünf Länder tun auch etwas für Neuwagen mit nicht extern aufladbarem Hybridantrieb. Die Ladeinfrastruktur unterstützen 14 der 27 EU-Mitglieder.

Der europäische Automarkt wuchs vor allem im März. Allein der Absatz von batterieelektrischen Fahrzeugen stieg im vergangenen Monat um 42 Prozent auf 344.064 Autos, jener von Plugin-Hybriden um 32 Prozent auf 158.377. Dagegen schrumpften die Verkäufe von Benzinern um 10 Prozent auf 352.700 und von Dieselfahrzeugen um 14 Prozent auf 91.023 Stück.

Die Elektroautohersteller Tesla und BYD wiesen kräftige Wachstumsraten auf. Der Absatz von Tesla kletterte um 84 Prozent auf 52.600. Der chinesische Konkurrent BYD steigerte seine Verkäufe um knapp 150 Prozent auf 37.580. Bei den deutschen Herstellern stieg der Absatz des Volkswagen-Konzerns um 4,8 Prozent auf 378.826 Einheiten. Die BMW Group verbuchte ein Plus von 15,4 Prozent auf 111.598 Autos. Bei der Marke Mercedes dagegen stiegen die Verkäufe nur um 0,3 Prozent auf 74.679 Pkw.

Verwendete Quellen: chl/rts/DJ