Bis zu 6.000 EuroFörderprämie für E-Autos kann ab Dienstag beantragt werden

Mit bis zu 6000 Euro unterstützt der Bund den Kauf eines E-Autos. Die konkrete Höhe der Förderung richtet sich nach Einkommen und Familiengröße der Käufer. Und auch, wenn der Zuschuss seit Jahresbeginn gewährt wird, beantragen kann man ihn erst ab kommender Woche.
Wer sich ein neues Elektroauto kauft, kann ab dem kommenden Dienstag staatliche Förderung beantragen. Bundesumweltminister Carsten Schneider wolle das Förderportal dann freischalten, teilte sein Ministerium mit. Förderfähig sind Neuwagen, die ab dem 1. Januar neu zugelassen werden. Die Förderung kann rückwirkend beantragt werden. Geld gibt es für den Kauf oder das Leasing von Neuwagen.
Grundsätzlich gilt: Wer weniger verdient oder Kinder hat, soll stärker von der neuen Förderung für Kauf oder Leasing eines Elektroautos profitieren. Je nach persönlichen Umständen sind zwischen 1500 und 6000 Euro staatliche Unterstützung drin. Doch es gibt Einkommensobergrenzen - für eine Familie mit zwei Kindern sind es beispielsweise 90.000 Euro. Und die maximale Förderung von 6000 Euro bekommt diese Familie nur mit einem Haushaltseinkommen von maximal 45.000 Euro.
Im April waren deutschlandweit nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) insgesamt 249.163 Pkw neu zugelassen worden - 2,7 Prozent mehr als vor einem Jahr. Seit Jahresbeginn wurden 948.567 Autos an die Kunden übergeben. Damit liegt der Pkw-Markt noch immer ein Fünftel unter dem Vor-Corona-Niveau von 2019.
Im April hatte bereits jedes vierte neu zugelassene Auto einen elektrischen Antrieb. Nach Angaben des Beratungsunternehmens EY war das der dritthöchste bisher verzeichnete Marktanteil für reine Elektroautos. EY geht davon aus, dass in erster Linie die nur für Privatleute geltende neue Kaufprämie der Grund für die Entwicklung ist. Dafür spricht, dass die Zahl der von Privatleuten neu zugelassenen Fahrzeuge im Vergleich zum Vorjahr um mehr als acht Prozent gestiegen ist, während die Zahl der gewerblichen Neuzulassungen nahezu gleich blieb. „Nach Auslaufen der Förderung wird der Elektro-Absatz wieder einbrechen“, prognostiziert EY-Experte Constantin Gall.
Verwendete Quellen: jwu/dpa/AFP

