Der Elektro-Trend beschleunigt sichE-Auto-Boom in Deutschland! So viele steigen um wie nie

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Dass Kraftstoffe seit einigen Monaten so teuer sind, spielte bei der Auswertung im "E-Barometer" noch keine Rolle.
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Immer mehr Menschen steigen in Deutschland beim Autokauf um: weg vom klassischen Verbrenner, hin zur E-Mobilität. Wie eine Auswertung des Versicherers HUK Coburg zeigt, stellt dabei die seit einigen Monaten diskutierte und seit Kurzem mögliche staatliche Förderung eine Entscheidungshilfe dar.

Die Elektroauto-Skepsis vieler Autobesitzer in Deutschland schwindet zunehmend: Im ersten Quartal war der Anteil der Autokäufer, die von einem traditionellen Motor auf ein Fahrzeug mit Batterieantrieb umgestiegen sind, nach Angaben des Versicherers HUK Coburg so hoch wie noch nie. Laut „E-Barometer“ des Unternehmens lag die Quote von Anfang Januar bis Ende März bei 7,5 Prozent und damit über dem bisherigen Spitzenwert von knapp 7 Prozent aus dem Jahr 2022.

Im März - also nach Beginn des Iran-Kriegs und des damit einhergehenden Anstiegs der Benzinpreise - lag diese Quote demnach mit 8,9 Prozent noch höher. Quelle der Berechnung sind die unternehmenseigenen Daten der HUK Coburg, die mit knapp 14,5 Millionen versicherten Fahrzeugen Marktführer in Deutschland ist. Auffällig ist demnach ein Generationengefälle: Bei jüngeren Autofahrern unter 40 war die Umstiegsquote auf Elektroautos im März demnach fast doppelt so hoch wie im Schnitt des Jahres 2025.

Die Zahlen des HUK-„E-Barometers“ beziehen sich ausschließlich auf vollelektrische Autos mit Batterieantrieb, Hybridfahrzeuge sind nicht mitgezählt. Anders als in der Zulassungsstatistik des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) sind auch Gebrauchtwagenkäufe enthalten, zudem wertet die HUK aus, ob die betreffenden Autobesitzer vorher einen Wagen mit traditionellem Motor versichert hatten.

Laut einer begleitenden YouGov-Umfrage mit 4114 Teilnehmerinnen und Teilnehmern dürfte auch der neue E-Auto-Zuschuss der Bundesregierung für Mittel- und Niedrigverdiener zur wachsenden Beliebtheit von Elektroautos beitragen. YouGov führte die begleitende Umfrage im Januar und Februar durch, bevor die Anträge auf den neuen Elektroauto-Zuschuss gestellt werden konnten.

Im vergangenen Herbst verständigte sich der Koalitionsausschuss auf eine Neuauflage der Kaufprämien für E-Autos. Umgesetzt wurde das Vorhaben dann zwar erst im Mai, nun sind Anträge auf Förderung rückwirkend aber auch für Anschaffungen ab Januar möglich. 18 Prozent der Führerscheinbesitzer sagten, dass sie wegen der Förderung wahrscheinlich früher als geplant ein E-Auto anschaffen wollten oder erstmals über die Anschaffung nachdenken.

„Die an Einkommenshöhen und Kinderzahl gekoppelte Förderung für Elektroautos zeigt offenkundig Wirkung in den Zielgruppen“, sagte HUK-Vorstand Jörg Rheinländer. Da die Umfrage vor Beginn des Iran-Kriegs abgeschlossen wurde, spielte der stetige Anstieg der Benzinpreise keine Rolle bei den Antworten.

Bei den von privaten Autobesitzern im ersten Quartal bei der Versicherung angemeldeten neuen Elektroautos belegten ausländische Marken laut HUK neun der ersten zehn Plätze. Von den heimischen Herstellern landete nur Opel unter den Top Ten. Auf Platz eins lag die tschechische VW-Tochter Skoda, gefolgt vom US-Hersteller Tesla, dessen Verkaufszahlen sich wieder erholt haben.

Die Zulassungszahlen des KBA in Flensburg für die ersten vier Monate zeichnen ein etwas anderes Bild, darin sind aber auch die Zulassungen durch Autohändler und -hersteller, Autovermieter und sonstige Unternehmen enthalten. Demnach lag von Anfang Januar bis Ende April die Marke VW mit 33.101 neu zugelassenen Batterieautos vor Skoda an der Spitze. Der Wiederaufstieg Teslas zeigt sich auch in den Zahlen des Bundesamts.

Verwendete Quellen: jog/dpa