Neue Studie mit überraschender Erkenntnis„Ladepositas!” Machen Elektroautos etwa dick?

Wer sein Elektroauto lädt, kann sich Wartezeit im Fast-Food-Restaurant versüßen
Wer sein Elektroauto lädt, kann sich Wartezeit im Fast-Food-Restaurant versüßen
picture alliance / imageBROKER | Michael Weber

Pommes und Burger zum vollen Akku?
Wer viel mit dem E-Auto unterwegs ist, muss auch öfter eine Ladepause einlegen. Eine neue Befragung zeigt, was viele Fahrer in der Wartezeit wirklich machen.

Fördern lange Elektroauto-Ladezeiten eine ungesunde Ernährung?

Der Akku lädt und schon greifen die Hände zu Schokoriegeln, Brötchen oder Softdrink. Genau diesen Zusammenhang rückt jetzt eine neue Befragung von Civey im Auftrag des Direktversicherers DA Direkt in den Fokus. Der Begriff „Ladepositas” ist ein Wortspiel aus „Laden” und „Adipositas”, dem medizinischen Fachbegriff für „Fettleibigkeit”. „Ladepositas” ist zwar augenzwinkernd gemeint, die Kernaussage dahinter ist aber klar: Wer regelmäßig lange Ladepausen mit Snacks überbrückt, könnte sich damit auf Dauer ungesunde Gewohnheiten antrainieren.

Mehr als jeder Zweite nascht beim Laden

Mehr als jeder zweite E-Autofahrer gibt laut der Erhebung an, während des Ladens zu essen oder zu naschen. 31 Prozent nutzen den Stopp für Einkäufe oder Besorgungen, ein Viertel ruht sich aus oder macht sogar ein Nickerchen. Für Bewegung entscheiden sich dagegen nur sechs Prozent.

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DA Direkt verweist dabei auch auf die Bedingungen vor Ort. Viele Ladestationen bieten demnach zu wenig Komfort. Oft fehlen Sanitäranlagen oder ein Schutz vor Regen und Hitze. Silvia Künnemann von DA Direkt erklärt, Langeweile beim Laden mache offenbar hungrig. Gerade dann werde im Auto schnell zu fettigen oder süßen Snacks gegriffen.

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Die Studie zeigt aber auch: Viele Elektroauto-Vorurteile treffen im Alltag nicht zu

Die Studie zeigt aber noch etwas anderes. Viele Vorurteile rund ums Laden treffen im Alltag offenbar nicht so hart zu wie gedacht. 86 Prozent der Fahrer von Elektroautos empfinden einen Stopp von bis zu 20 Minuten als angenehm, wenn sie dabei mindestens 200 Kilometer Reichweite nachladen. 35 Prozent bleiben sogar bei bis zu 30 Minuten entspannt.

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Bei der Ladeinfrastruktur bleibt das Bild gemischt. 38 Prozent der E-Autofahrer finden das Angebot gut. Gleichzeitig klagt jeder Zweite über komplizierte Bezahlsysteme und unübersichtliche Preise. Die neue Studie über Elektroautos legt also nicht nur Schwächen bei den Ladesäulen offen, sondern auch beim Verhalten der Fahrer selbst.

Verwendete Quellen: Civey-Studie von DA direkt