Obduktion soll Todesursache klärenDeutscher stirbt in Gewahrsam der berüchtigten US-Behörde ICE

Vom Grenzübergang in den ICE-Gewahrsam.
Der 85-Jährige sei im Ort Harlingen (US-Bundesstaat Texas) gestorben, wo er sich seit November in einer Klinik befand, wie die Behörde ICE am Donnerstag (2. Juli) mitteilte. Dort sei er unter anderem wegen Demenz, Bluthochdrucks, kognitiver Beeinträchtigungen und Magengeschwüren behandelt worden. Ein Arzt habe am 24. Juni seinen Tod festgestellt. Für die Ermittlung der Todesursache sei eine Obduktion angeordnet worden.
Deutscher in ICE-Gewahrsam gestorben
Der Mitteilung zufolge hatte der Mann Ende August 2025 am Grenzübergang bei Laredo (US-Bundesstaat Texas) versucht, in die USA einzureisen, was ihm aufgrund fehlender gültiger Dokumente verweigert worden sei. Die Zoll- und Grenzschutzbehörde CBP habe ein Verfahren eingeleitet und den Fall an ein Gericht des US-Justizministeriums verwiesen. Einen Tag später sei der Mann in ICE-Gewahrsam überstellt worden. Die Behörde habe ihn wiederum einen Monat später in einem Pflegeheim untergebracht.
Laut ICE-Angaben wurde neben verschiedenen US-Behörden und dem deutschen Generalkonsulat auch Angehörige über den Tod des Mannes benachrichtigt. Harlingen und Laredo sind texanische Orte unmittelbar an der Grenze zum US-Nachbarland Mexiko. (dpa/lha)
Verwendete Quellen: dpa


