Lebensgefährliche Mutprobe Polizei warnt vor „Würge-Spiel” unter Jugendlichen

Der Bundestag will künftig auch auf Tiktok aktiv werden. (Symbolbild)
Die Mutprobe verbreitet sich gerade über Social Media. (Symbolbild)
Alicia Windzio/dpa
von Nina Erdmann

Bei dieser gefährlichen Challenge gab es schon mehrere Opfer.
An einer Schule im Raum Wilhelmshaven hat ein 13 Jahre alter Schüler einen Mitschüler von hinten bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt. Die Polizei ermittelt jetzt wegen gefährlicher Körperverletzung und warnt vor dem „Choking-Game”, das momentan wieder auf den Schulhöfen kursiert.

Würgen bis zur Bewusstlosigkeit

Die Mutprobe verbreitet sich unter Schülern vor allem über Social Media. Bei dem sogenannten „Choking-Game” versuchen die Jugendlichen durch das Zudrücken des Halses oder andere Methoden die Sauerstoffzufuhr zum Gehirn bewusst einzuschränken, um einen kurzen Rauschzustand oder eine Bewusstseinsveränderung herbeizuführen. Dabei filmen sie sich und posten die Videos anschließend.

Rettungskräfte brachten den 65-jährigen Rennradfahrer mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus. (Symbolbild)
In Wilhelmshaven kam ein Schüler wegen des „Choking-Games” ins Krankenhaus. (Symbolbild)
Nicolas Armer/dpa

Erst in der vergangenen Woche würgte ein 13-jähriger Schüler einen Mitschüler von hinten bis zur Bewusstlosigkeit. Der Schüler kam mit einem Schrecken davon, sagte ein Polizeisprecher. Er wurde danach von einem Arzt behandelt. Bereits nach kurzer Zeit kann Sauerstoffmangel zu Bewusstlosigkeit, schweren Verletzungen, dauerhaften gesundheitlichen Schäden oder sogar zum Tod führen. Gegen den anderen Jugendlichen wird laut Polizei jetzt wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

Lese-Tipp: 13-Jährige stirb bei „Blackout-Trend”

Polizei fordert Eltern auf, ihre Kinder aufzuklären

Deswegen appellieren die Behörden an Eltern, rechtzeitig das Gespräch mit ihren Kindern zu suchen, um über die Gefahren solcher Mutproben aufzuklären. Diese Mutproben können nicht nur lebensgefährlich sein, sondern auch rechtliche Folgen haben. Wer andere zu solchen Aktionen auffordere, sie unterstütze oder verbreite, könne sich unter Umständen strafbar machen. „Kein Trend, keine Challenge und kein Video sind es wert, die eigene Gesundheit oder das eigene Leben aufs Spiel zu setzen,” so die Polizei Niedersachsen. Ein offener Austausch kann dazu beitragen, Risiken frühzeitig zu erkennen und gefährliche Nachahmungen zu verhindern.

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„Choking-Game” forderte schon mehrere Opfer

Das Phänomen ist nicht neu. Im Januar 2026 musste ein Kind in Nordrhein-Westfalen ins Krankenhaus. In Österreich starb ein 13-Jähriger, der sich selbst die Halsschlagader abgedrückt hatte, in Potsdam ein 14-Jähriger. Eine Studie zählte von 1995 bis 2007 allein in den USA 82 Todesfälle durch das sogenannte „Choking-Game”.

Quelle: Presseportal/ Polizei Niedersachsen, NDR, t-online.de