Auch ein Modell für Deutschland?In diesem Urlaubsort muss man Hundepipi jetzt entfernen! Sonst droht fette Geldstrafe

Hund pinkelt an Baum
Den Hund einfach an den Baum pinkeln lassen? Das könnte in einer Schweizer Stadt bald teuer werden (Symbolbild).
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Stadt klagt über Pipi-Probleme!
Wer mit seinem Hund durch eine beliebte Schweizer Stadt spaziert, braucht ab August nicht nur Kotbeutel, sondern auch eine Wasserflasche. Wer den Urin seines Vierbeiners nicht verdünnt, riskiert künftig ein saftiges Bußgeld!

Pipi-Patzer kostet umgerechnet 107 Euro!

Ein kurzer Halt am Laternenpfahl kann in Chiasso bald teuer werden! Die Gemeinde im Schweizer Kanton Tessin führt ab August eine ungewöhnliche Vorschrift für Hundebesitzer ein. Künftig reicht es nicht mehr, den Kot des Tieres zu beseitigen. Auch Hundeurin muss mit Wasser nachgespült werden. Wer sich nicht daran hält, muss nach einer kurzen Übergangszeit mit einer Geldbuße von 100 Franken rechnen. Das entspricht derzeit rund 107 Euro.

Warum Chiasso zu dieser Maßnahme greift

Der Hintergrund ist ganz praktisch. Vor allem in der historischen Fußgängerzone mit ihrem Kopfsteinpflaster und den besonderen Laternenpfählen habe sich der Hundeurin zu einem echten Problem entwickelt, erklärt Stadtschreiber Umberto Balzaretti. Die betroffenen Bereiche müssten regelmäßig zusätzlich gereinigt werden. Gerade an heißen Tagen entstehe außerdem ein unangenehmer Geruch.

Lese-Tipp: Hunde-Urin macht Laternen kaputt

Nach Angaben der Gemeinde leben in der rund 7.500 Einwohner zählenden Stadt etwa 500 registrierte Hunde.

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Wasserflasche wird zur Pflicht

Die Mitte Juni aktualisierte Verordnung schreibt vor, dass Hundebesitzer flüssige Ausscheidungen ihrer Tiere sofort mit einer ausreichenden Menge Wasser verdünnen und die betroffene Fläche reinigen müssen. Deshalb müssen Frauchen und Herrchen beim Gassigehen künftig immer eine kleine Wasserflasche oder einen anderen geeigneten Behälter dabeihaben. In den ersten Wochen wollen die Behörden nach eigenen Angaben zunächst Verwarnungen aussprechen. Anschließend greifen die Bußgelder. Balzaretti sieht die neue Regel gelassen. Bei den sommerlichen Temperaturen hätten viele Menschen ohnehin eine Wasserflasche dabei. Davon lasse sich auch etwas für den Hund verwenden.

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Nicht alle finden die Idee gut

Laut Stadtverwaltung gab es bislang keine formellen Beschwerden gegen die neue Vorschrift. In den Kommentarspalten verschiedener Online-Portale fällt die Reaktion allerdings deutlich kritischer aus.
Dort machen sich einige Nutzer über die Regel lustig. Ein Kommentator schreibt etwa, die Verwaltung müsse wohl ebenfalls „verdünnt” werden. Ein anderer fragt ironisch, ob man künftig auch ausgeatmetes CO₂ auffangen müsse.
Ganz allein steht Chiasso mit der Idee allerdings nicht. Ähnliche Vorschriften gibt es bereits in einigen Städten in Spanien und Italien. (anr)

Verwendete Quelle: dpa