Tragödie in BrasilienSeil vergessen! Mitarbeiter werfen Extremsportlerin (21) in den Tod

Ungesichert fliegt sie 40 Meter in die Tiefe!
Eigentlich freut sich die 21-Jährige auf einen Nervenkick, will an einem Seil von einer Brücke in Brasilien springen. Doch die Mitarbeiter vergessen die Sicherung – und werfen sie in den sicheren Tod!
Mitarbeiter vergessen beim Rope Jumping das Seil
In Brasilien ist eine junge Frau beim Rope Jumping von einer Brücke tödlich verunglückt. Die Mitarbeiter des Extremsport-Anbieters vergaßen, die 21-Jährige mit dem Sicherungsseil zu verbinden und die Frau stürzte von der Brücke Ponte do Esqueleto nahe der Stadt Limeira im Bundesstaat São Paulo etwa 40 Meter in die Tiefe. Das teilte die Stadtverwaltung unter Berufung auf die Militärpolizei mit.
Lese-Tipp: Sturz aus dem 13. Stock – Mutter und drei Kinder tot

Auf Videos war zu sehen, wie drei Männer die Frau zum Rand der Brücke tragen und sie hinabwerfen. Das Sicherungsseil liegt daneben zusammengerollt auf dem Boden. Rettungskräfte konnten nur noch den Tod der Frau feststellen. Sechs Beteiligte wurden festgenommen.
Video-Tipp: Mitten in der Luft reißt das Seil! Fahrgeschäft stürzt ungebremst in die Tiefe
Stadt kündigt Klage gegen Sicherheitsbehörde an
Rope Jumping ist ein Extremsport, bei dem sich Menschen gesichert mit einem Kletterseil in die Tiefe stürzen. Im Gegensatz zum bekannteren Bungee Jumping ist das Seil kaum elastisch. Es wird üblicherweise versetzt von der Absprungstelle befestigt, so dass der Sturz durch eine Pendelbewegung abgefedert wird.
Die Stadtverwaltung von Limeira kündigte nach dem Unglück eine Klage gegen Bundesbehörden an, die für die Sicherung der Brücke zuständig ist. Mehrfach seien bereits Sicherheitsmaßnahmen angemahnt worden, geschehen sei nichts, hieß es in einer Mitteilung. „Leider hat die Untätigkeit der Bundesbehörden nun zu einer weiteren Tragödie in Limeira geführt”, sagte Bürgermeister Murilo Félix. (fkl/dpa)
Verwendete Quellen: dpa


