Drama in brasilianischer GeburtsklinikMädchen (14) bringt Baby zur Welt – Krankenschwester will es entführen

Nur wenige Minuten entscheiden über das Schicksal des Babys.
Eine Krankenschwester nimmt ein Neugeborenes angeblich für Untersuchungen mit – doch statt zurückzukehren, will sie die Klinik offenbar mit dem Kind in einer Tasche verlassen. Nur das schnelle Eingreifen der Tante verhindert die mutmaßliche Entführung.
Tante schöpft Verdacht und folgt der Krankenschwester
Der Vorfall ereignete sich in einer der größten Entbindungskliniken Brasiliens in Teresina im Bundesstaat Piauí. Darüber berichtet der TV-Sender Fantástico. Überwachungskameras zeichneten den gesamten Ablauf auf.
Demnach soll die Krankenpflegerin der erst 14 Jahre alten Mutter erklärt haben, sie müsse das wenige Stunden alte Mädchen für Routineuntersuchungen mitnehmen. In Wahrheit soll die Frau am Tag des Vorfalls dienstfrei gehabt haben.
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Die Tante des Babys wartete vor dem Untersuchungsraum. Wenig später bemerkte sie jedoch etwas Merkwürdiges: Die Krankenschwester verließ den Raum ohne das Baby, trug stattdessen eine große schwarze Tasche und verschwand damit auf einer Toilette. „Ich hatte sofort das Gefühl, dass etwas nicht stimmt“, schilderte die Tante später Fantástico.
Neugeborenes liegt plötzlich in großer Tasche
Kurz darauf kam die Frau wieder aus der Toilette – inzwischen in anderer Kleidung, wie die Tante zu Protokoll gab. Sie stellte die Krankenschwester daraufhin zur Rede und riss ihr die Tasche aus der Hand. Darin entdeckte sie ihre kleine Nichte.
„Als ich hineinschaute, lag das Baby darin. Ich fragte sie nur: ‘Um Himmels Willen, was machen Sie mit diesem Mädchen in dieser Tasche?’“, berichtete die Tante. Sie nahm das Neugeborene sofort heraus und rief laut um Hilfe.

Polizei ermittelt wegen versuchter Entführung
Nach Angaben des Generaldelegierten der Zivilpolizei, Luccy Keiko, wird der Fall als versuchte Entführung behandelt. Da die Tat erst mit Verzögerung gemeldet wurde, konnte keine Festnahme auf frischer Tat erfolgen. Die Justiz ordnete daraufhin Untersuchungshaft an.
Den Ermittlern zufolge wurde die Beschuldigte unmittelbar nach der öffentlichen Bekanntmachung des Falls von ihrer Familie in eine psychiatrische Klinik eingewiesen. Am folgenden Tag wartete ein Polizeiteam auf ihre Entlassung, um den Haftbefehl zu vollstrecken.
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Babyzimmer bereits komplett eingerichtet
Bei einer Durchsuchung der Wohnung der Frau machten die Ermittler einen ungewöhnlichen Fund: Dort war bereits ein vollständig eingerichtetes Kinderzimmer vorbereitet – mit Kinderbett, Badewanne, Windeln und Babykleidung.
Nach Angaben der Polizei hatten Angehörige der Frau geglaubt, sie sei schwanger gewesen. Hinweise auf eine tatsächliche Schwangerschaft habe sie allerdings nie vorgelegt. Die Beschuldigte machte bei ihrer Vernehmung von ihrem Recht zu schweigen Gebrauch.
Verteidigung verweist auf psychische Erkrankung
Die Anwälte der Frau erklärten, ihre Mandantin leide unter schizophrenen Symptomen, werde psychiatrisch behandelt und nehme entsprechende Medikamente. Dadurch sei ihre Fähigkeit eingeschränkt gewesen, die Tragweite ihres Handelns zu erkennen.
Die Ermittler sehen dafür bislang jedoch keine ausreichenden Hinweise. Nach bisherigem Stand gehen sie davon aus, dass die Frau allein gehandelt hat und grundsätzlich strafrechtlich verantwortlich ist. (sfu)
Verwendete Quellen: Fantástico
































