Widerliche Tat in WienBlinder Gast wird in Balkan-Restaurant abgezockt – 5.000 Euro weg!

Cevapcici und Gemüsepäckchen auf Teller (Symbolfoto)
Dem geschädigten wurden tausende Euro für ganz normale Mahlzeiten abgebucht.
picture alliance / FoodCollection / Lutterbeck, Barbara
von Philipp Petersdorff

Was für eine miese Abzocke in einem Balkan-Grill.
Was als ganz normaler Restaurantbesuch begann, entwickelte sich für einen blinden Mann aus Wien zu einem finanziellen Schock. Die Kellner buchen ihm bei mehreren Besuchen in einem Balkan-Restaurant innerhalb kurzer Zeit insgesamt fast 5.000 Euro von seinem Konto ab.

Erspartes für Beerdigung geklaut

Der Mann zahlte seine Rechnungen nach Angaben der österreichischen Kronen Zeitung regelmäßig mit Bankkarte. Weil er blind ist, vertraute er darauf, dass die eingegebenen Beträge korrekt waren. Erst Angehörige bemerkten beim Blick auf die Kontoauszüge die mutmaßlichen Abbuchungen.

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Sieben Mal wurden ihm bei Restaurantbesuchen nicht die eigentlichen Rechnungsbeträge abgerechnet. Stattdessen sollen teils Summen von bis zu rund 2000 Euro eingegeben worden sein. Insgesamt fehlten dem Mann dadurch fast 5000 Euro.

Besonders tragisch: Nach Angaben der Kronen Zeitung hatte der Betroffene das Geld über Jahre für sein eigenes Begräbnis zurückgelegt. Als die Familie die Abbuchungen entdeckte, erlitt der Mann dem Bericht zufolge einen Schock und musste anschließend sogar ins Krankenhaus.

Betreiber sprechen von Fehlern

Die Betreiber bestreiten laut „Kronen Zeitung“, ihren Gast bewusst getäuscht zu haben. Zunächst sei von technischen Problemen die Rede gewesen. Später hätten sie erklärt, die hohen Beträge seien durch Tippfehler bei der Eingabe entstanden. Laut den Kontoauszügen sollen bei jedem einzelnen Besuch deutlich höhere Summen belastet worden sein.

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Im Netz wächst die Wut

In den sozialen Netzwerken sorgt der Fall für massive Empörung. Viele Nutzer glauben nicht an einen Zufall.

Lese-Tipp: Vorsicht! Warum ihr bei der Restaurantrechnung auf ein Detail achten solltet

Unter dem Instagram-Beitrag häufen sich Kommentare wie: „Siebenmal aber nicht absichtlich? Als ob. Boykott!“ oder „Dieser Mann sollte das Doppelte zurückbekommen.“
Andere fordern harte Konsequenzen für die Verantwortlichen und sprechen von einer „Schande“. Ob und welche strafrechtlichen Folgen der Fall haben wird, ist derzeit noch offen.

Verwendete Quellen: Instagram / Kronenzeitung