Gast aus dem eiskalten NordenBelugawal vor der Küste Hollands unterwegs

HANDOUT - 17.01.2026, Niederlande, Callantsoog: Dieses von der Stiftung SOS-Dolfijn zur Verfügung gestellte Foto zeigt einen weißen Belugawal (Delphinapterus leucas) in der Nordsee vor der nordholländischen Küste. Foto: Jeroen Hoekendijk/Stiftung SOS-Dolfijn/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits +++ dpa-Bildfunk +++
Dieses von der Stiftung SOS-Dolfijn zur Verfügung gestellte Foto zeigt einen weißen Belugawal (Delphinapterus leucas) in der Nordsee vor der nordholländischen Küste.
Foto: Jeroen Hoekendijk/Stiftung SOS-Dolfijn/dpa

Ist er vor Trumps Grönland-Visionen geflohen?
Vor der nordholländischen Küste ist ein seltener Besucher gesichtet worden: ein weißer Belugawal. Zuletzt sei das Tier auf der Höhe des Küstendorfes Callantsoog fotografiert worden, teilte das Informations- und Auffangzentrum SOS Dolfijn mit. Das Tier sei offenbar in guter Verfassung.

Erinnerungen an den Besuch von „Moby Dick” – er schwamm den Rhein bis nach Bonn hinunter

Belugawale leben üblicherweise in kalten Küstengewässern, Flussmündungen und Buchten rund um Alaska, Kanada, Grönland und Russland.

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Am Wochenende hatten Mitarbeiter der Küstenwache den Wal zuerst gesichtet. Mitarbeiter von SOS Dolfijn beurteilen das Verhalten des Belugas als nicht auffällig. Er sei auch nicht abgemagert. An einer Flanke sei eine Narbe zu erkennen, die aber nicht besorgniserregend sei.

„Moby Dick”, der weiße Beluga-Wal, der 1966 bis Bonn den Rhein hinunter schwamm auf einem Foto des niederländischen Anglers Jan Stappenbolt vom Ufer des Ijsselmeeres.
„Moby Dick”, der weiße Beluga-Wal, der 1966 bis Bonn den Rhein hinunter schwamm auf einem Foto des niederländischen Anglers Jan Stappenbolt vom Ufer des Ijsselmeeres.
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Zuletzt war 1984 so ein Meeressäuger in niederländischen Gewässern beobachtet worden. Das war vor der Küste von Zeeland, der Provinz im Südwesten des Landes. Zu einer wahren Berühmtheit wurde ein Beluga, der vor 60 Jahren von vielen Menschen in Deutschland gesehen wurde. Das Tier schwamm den Rhein hinauf bis nach Bonn und bekam den Namen Moby Dick. Der verirrte Wal schaffte es schließlich aus eigener Kraft zurück ins offene Meer.

Weit von seiner Heimat entfernt

Mit seiner dicken Speckschicht ist der Beluga äußerst widerstandsfähig gegen die bittere Kälte in seinem eigentlichen Lebensraum, den arktischen und subarktischen Gewässern rund um den Polarkreis. Südlicher als im Norden Norwegens sind die Tiere normalerweise nicht zu sehen. Warum dieser Beluga nun die Nordsee ansteuerte, ist ein Rätsel.

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Belugas sind weiß und haben einen kräftigen Körper mit einem kleinen, abgerundeten Kopf und einer kurzen Schnauze. Die Tiere können bis zu sieben Meter lang und 30 bis 40 Jahre alt werden. (uvo)

Verwendete Quellen: dpa