Verein startet „Support Squad“ für mentale GesundheitZwei australische Rugby-Spieler (12, 13) nehmen sich das Leben

Die beiden Jungen starben binnen weniger Tage.
Die beiden Jungen starben binnen weniger Tage. 
gofundme/A helping hand for Sarah and her family, gofundme/In loving Memory of Kaiyah Kennedy

Unvorstellbarer Verlust! 
Zwei Todesfälle innerhalb weniger Tage erschüttern den australischen Rugbyclub Coomera Cutters. Nur wenige Tage nach dem Tod von Treyvon Bradshaw (13) folgt die Nachricht vom Tod des zwölfjährigen Kaiyah Kennedy. Beide Jungen nahmen sich das Leben, doch eine Verbindung zwischen ihren Toden soll es nicht geben. Aus seiner Trauer zieht der Verein dennoch Konsequenzen und richtet mehr Unterstützung für seine jungen Spieler ein.

Jungen teilten Liebe zum Rugby

Binnen weniger Tage verliert die Sportgemeinschaft der Coomera Cutters zwei ihrer jüngsten Mitglieder auf tragische Weise. Wie australische Medien übereinstimmend berichten, gibt es bislang keine Hinweise darauf, dass die beiden Todesfälle miteinander in Verbindung stehen.

Hier findet ihr Hilfe in schwierigen Situationen

Hier findet ihr Hilfe in schwierigen Situationen

Solltet ihr selbst von Suizidgedanken betroffen sein, sucht euch bitte umgehend Hilfe. Versucht, mit anderen Menschen darüber zu sprechen! Das können Freunde oder Verwandte sein. Es gibt aber auch die Möglichkeit, anonym mit anderen Menschen über eure Gedanken zu sprechen. Das geht telefonisch, im Chat, per Mail oder persönlich.

Wenn ihr schnell Hilfe braucht, dann findet ihr unter der kostenlosen Telefon-Hotline 0800 – 1110111 oder 0800 – 1110222 Menschen, die euch Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen können.

Gemeinsam hatten die Jungen jedoch ihre Liebe zum Sport, berichtet die australische Nachrichtenseite News.com.au. Treyvon spielte aktuell für den Club, Kaiyah gehörte ihm früher an.

Für ihre Familien, Freunde, Mitspieler, Trainer und Helfer des Vereins sind die Verluste kaum zu begreifen. Clubpräsident Joe Smith erklärt laut News.com.au, die beiden seien ein Teil ihrer Gemeinschaft gewesen. Auch er frage sich nun, was der Verein zusätzlich tun könne, um auf psychische Probleme aufmerksam zu machen und Menschen vor Ort besser zu unterstützen.

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Treyvon zu verlieren, hat die Welt seiner Familie auf den Kopf gestellt.
Treyvon zu verlieren, hat die Welt seiner Familie auf den Kopf gestellt.
gofundme/A helping hand for Sarah and her family

Verein will für Spieler Sicherheit und Unterstützung sein

Die Coomera Cutters engagieren sich bereits im „Support Squad“ der Queensland Rugby League, wie News.com.au berichtet. Freiwillige unterstützen in dem Programm Menschen, die mit psychischen Belastungen zu kämpfen haben.

Nach dem Tod der beiden Jungen will der Verein sein Engagement weiter ausbauen. Unter anderem plant der Club Angebote, bei denen Spieler leichter Zugang zu Unterstützung bei psychischen Problemen und Trauer erhalten. Auch weitere Spendenaktionen zum Gedenken an Treyvon und Kaiyah sind vorgesehen.

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Kaiyah war erst zwölf Jahre alt und das mittlere Kind in seiner Familie.
Kaiyah war erst zwölf Jahre alt und das mittlere Kind in seiner Familie. 
gofundme/In loving Memory of Kaiyah Kennedy

Smith betont dabei die besondere Rolle des Vereinssports. Nicht für jedes Kind gehe es darum, eines Tages als Profi zu spielen. Sie wollten Freunde treffen, gemeinsam trainieren und für einige Stunden einfach Teil einer Gemeinschaft sein. Seine Botschaft nach den beiden Todesfällen ist deshalb eindeutig: Der Verein wolle einen Ort schaffen, an dem Menschen Unterstützung finden und miteinander sprechen können. Zugleich sollen junge Menschen wissen, dass sie sich Hilfe holen dürfen.

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Spendenaktion für betroffene Familien

Auch außerhalb des Clubs ist die Anteilnahme groß. Für die Familien der beiden Jungen wurden Spendenaktionen ins Leben gerufen. Nach Angaben von news.com.au kamen dadurch bereits mehr als 50.000 australische Dollar zusammen. Die Coomera Cutters wollen dafür sorgen, dass die Erinnerung an Treyvon und Kaiyah bleibt. Gleichzeitig soll ihr Tod zum Anlass werden, psychische Gesundheit im Jugend- und Vereinssport stärker in den Mittelpunkt zu rücken. (okr)

Verwendete Quellen: News.com.au, Gofundme/Teyvon, Gofundme/Kaiyah