Gruseliger Fund nach 54 Jahren Mädchen (14) vermisst – ihr Schädel wurde als Aschenbecher benutzt! 

Ein bei Friedhofsausgrabungen gefundener, menschlicher Schädel von einem Toten steht am 29.02.2016 in Hamburg in einem Labor auf dem Tisch. Foto: Daniel Bockwoldt/dpa
Mithilfe verbesserter DNA-Untersuchungen konnte 2006 bestätigt werden, dass der Schädel tatsächlich von Marilyn Wallman stammte.(Symbolbild)
picture alliance / dpa | Daniel Bockwoldt

Dieser Fund macht sprachlos!
Seit mehr als 54 Jahren fehlt von Marilyn Wallman (†14) aus Australien jede Spur. Jetzt kommen bei einer gerichtlichen Untersuchung verstörende Details ans Licht: Ein Mann fand einst einen Teil ihres Schädels – und nahm ihn mit in eine Kneipe, wo er als Aschenbecher benutzt wurde! Doch auch die letzten Tage vor Marilyns Verschwinden werfen neue Fragen auf.

Marilyn Wallman vermisst: Ihr Schädel wurde als Aschenbecher benutzt

Was ist mit Marilyn Wallman passiert? Seit dem 21. März 1972 wird die damals 14-Jährige aus der Nähe von Mackay im australischen Bundesstaat Queensland vermisst. An diesem Morgen ist das Mädchen mit dem Fahrrad auf dem Weg zur Schule, als es spurlos verschwindet. Mehr als fünf Jahrzehnte später beschäftigt der rätselhafte Fall erneut ein Gericht.

Wie der australische Sender ABC News berichtet, sorgt dabei die Aussage eines Mannes namens Greven Breadsell für Entsetzen. Er hatte bereits 1974, zwei Jahre nach Marilyns Verschwinden, einen Teil eines menschlichen Schädels auf einer Wiese nahe einer illegalen Müllkippe entdeckt.

Doch statt den Fund sofort den Behörden zu übergeben, nahm er ihn zunächst mit nach Hause. Dort bewahrte er ihn nach eigenen Angaben mindestens zwei bis drei Wochen in einem Schuppen auf. Dann landete der Schädel sogar in einer Kneipe!

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Mann gesteht: „Wir haben ihn als Aschenbecher benutzt“

Bei der gerichtlichen Untersuchung wird eine Videoaufnahme aus dem Jahr 2015 gezeigt, in der Breadsell den damaligen Fund schildert. Darin erzählt er, was er mit dem Schädel gemacht hatte.

„Ich sage das nicht gerne, aber wir haben ihn eines Abends mit in die Kneipe genommen und als Aschenbecher benutzt“, gibt der Mann zu.

Erst später wird klar, wem die menschlichen Überreste gehörten. Mithilfe verbesserter DNA-Untersuchungen konnte 2006 bestätigt werden, dass der Schädel tatsächlich von Marilyn Wallman stammte.

Breadsell zeigt sich in der Videoaufnahme beschämt. Es habe sich schrecklich angefühlt, als sie herausfanden, dass der Schädel dem vermissten Mädchen gehörte und sie damit herumgealbert hatten.

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Freundin erinnert sich: Marilyn wirkte vor Verschwinden verängstigt

Doch nicht nur der grausige Fund beschäftigt das Gericht. Auch neue Aussagen über Marilyns Verhalten kurz vor ihrem Verschwinden könnten für die Aufklärung wichtig werden.

Ihre frühere Schulfreundin Trudy Voltz (68) berichtet, dass die 14-Jährige am Tag vor ihrem Verschwinden ungewöhnlich still und verängstigt gewirkt habe. Während einer Unterrichtsstunde habe Marilyn immer wieder zu einem Schultor hinausgesehen.

Als Voltz sie fragte, wen sie dort beobachte, habe Marilyn offenbar „Onkel“ geantwortet. Die Zeugin ist sich nach all den Jahren allerdings nicht mehr ganz sicher, ob sie dieses Wort tatsächlich benutzt hatte.

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Unbekannter Mann soll Marilyn vor der Schule angesprochen haben

Besonders auffällig ist eine weitere Erinnerung der Schulfreundin. Bereits am Freitag vor Marilyns Verschwinden, dem 17. März 1972, soll ein junger Mann die 14-Jährige vor ihrer Schule angesprochen haben.

„Als sie ihn sah, machte sie ein paar Schritte zurück“, erinnert sich Voltz laut ABC News. Marilyn habe eine deutlich abwehrende Körperhaltung eingenommen. „Sie war überhaupt nicht glücklich, ihn zu sehen.“

Den Mann beschreibt die Zeugin als etwa 19 bis 20 Jahre alt. Damals habe sie vermutet, dass Marilyn ihn möglicherweise aus ihrem Hockeyverein kannte.

Wer dieser Mann war und ob er etwas mit dem Verschwinden des Mädchens zu tun hatte, ist bislang nicht geklärt.

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Was geschah mit Marilyn Wallman? Gericht sucht weiter nach Antworten

Die gerichtliche Untersuchung soll nun klären, wer für den Tod der damals 14-Jährigen verantwortlich ist. Dabei wird auch die Verbindung zwischen dem Schädelfinder Greven Breadsell und Noel Morris beleuchtet. Morris gilt in dem Fall als Person von Interesse und war zum Zeitpunkt von Marilyns Verschwinden mit einer Cousine des Mädchens verheiratet.

Nach Angaben des Gerichts entwickelte sich zwischen den beiden Männern in den vergangenen zehn Jahren eine enge Freundschaft. Ob diese Verbindung für die Ermittlungen eine Bedeutung hat, bleibt offen.

Für Marilyns Angehörige dauert die Suche nach Antworten damit auch nach mehr als einem halben Jahrhundert an. Die Untersuchung wird am Freitag fortgesetzt. (anr)

Verwendete Quelle: abc.net