Schwere MissbrauchsvorwürfePolizei rollt Vergewaltigungs-Fall um Andrew Tate neu auf

Die Misshandlungen und Vergewaltigungen von Frauen durch Andrew Tate sollen bereits mehr als zehn Jahre zurückliegen. Zu einer Anklage kommt es seinerzeit jedoch nicht. Nun unternimmt die Polizei einen erneuten Versuch und ermittelt. Die Liste der Vorwürfe ist lang.
Die britische Polizei nimmt Ermittlungen wegen Vergewaltigungs- und Missbrauchsvorwürfen gegen den Influencer und bekennenden Frauenhasser Andrew Tate wieder auf. Wie die Polizeibehörde in Hertfordshire nördlich von London am Donnerstag mitteilte, sollen die Vorwürfe mehrerer Frauen aus den Jahren 2014 und 2015 erneut geprüft werden. Es gehe um „die Straftatbestände der Vergewaltigung und der sexualisierten Gewalt“. Die Ermittlungen waren zuvor über mehrere Jahre geführt und 2019 eingestellt worden. Die Staatsanwaltschaft hatte damals wegen mangelnder Aussicht auf Verurteilung keine Anklage erhoben.
Die mutmaßlichen Opfer Tates begrüßten die Entscheidung. Es sei „längst überfällig“, dass ihre Vorwürfe von Vergewaltigung, sexuellem Missbrauch und Übergriffen erneut untersucht würden, erklärten die Frauen.
Gegen Tate, der neben der britischen auch die US-Staatsbürgerschaft besitzt und mit frauenfeindlichen Aussagen in Online-Netzwerken bekannt wurde, laufen bereits mehrere Verfahren. In Rumänien, wo er zuletzt lebte, wird gegen ihn und seinen Bruder Tristan unter anderem wegen Menschenhandels, sexuellen Missbrauchs und Geldwäsche ermittelt.
In Großbritannien sind die Brüder zudem wegen Steuerdelikten und Geldwäschevorwürfen im Visier der Behörden. In einem weiteren Verfahren ermittelt die Polizei in Bedfordshire wegen Vergewaltigungs- und Menschenhandelsvorwürfen. Die Tate-Brüder weisen alle Vorwürfe zurück.
Verwendete Quellen: als/AFP


