Wahldebakel in Baden-WürttembergSPD am Boden! Lars Klingbeil rechnet nach „total bitterem Abend” ab

Die SPD mit ihrem Spitzenkandidaten Stoch rutscht bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg Hochrechnungen von ARD und ZDF zufolge auf 5,4 bis 5,5 Prozent ab. Laut Co-Chef Klingbeil hat seine Partei vor allem das Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen CDU und Grünen Stimmen gekostet.
SPD-Co-Chef Lars Klingbeil hat das schwache Abschneiden seiner Partei bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg mit der „Dynamik“ des Zweikampfs zwischen Grünen und CDU erklärt. „Es ging nur noch um die Frage: Cem Özdemir oder Manuel Hagel. Wer soll Ministerpräsident in Baden-Württemberg werden?“, sagte Klingbeil am Abend im ZDF. Er sprach von einem „total bitteren Abend“ für die SPD.
Es habe die SPD Stimmen gekostet, „dass jeder Wähler und jede Wählerin wusste, mit der Stimme bei diesem Kopf-an-Kopf-Rennen kann man diese Entscheidung auch wirklich beeinflussen“, sagte Klingbeil. Sein Anspruch sei es weiter, dass die Sozialdemokraten in der gesamten Bundesrepublik für den „Charakter“ einer Volkspartei kämpften. Dafür werde sich die SPD in Baden-Württemberg „neu aufstellen“.
Die SPD mit ihrem Spitzenkandidaten Andreas Stoch rutschte bei der Landtagswahl laut Hochrechnungen von ARD und ZDF auf 5,4 bis 5,5 Prozent ab. Sie fuhr damit nicht nur ihr bislang schlechtestes Ergebnis in Baden-Württemberg ein, sondern auch bundesweit bei Landtagswahlen.
Nach Einschätzung Klingbeils wird es auch in zwei Wochen bei der Wahl in Rheinland-Pfalz vor allem um die Frage gehen, wer das Land als Ministerpräsident regieren solle. Es gehe um SPD-Ministerpräsident Alexander Schweitzer oder Gordon Schnieder von der CDU - „und da bin ich mir sicher, werden die Menschen dann anders antworten“, sagte der SPD-Chef. „Da werden sie Alexander Schweitzer ein starkes Votum geben“.
Die Sozialdemokraten hätten „als Bundespartei in den letzten Wochen und auch Monaten deutlich gemacht, wofür wir stehen“, sagte Klingbeil. Er verwies auf die Debatte um das Rentenpaket, das die SPD durchgesetzt habe. Damit hätten die Sozialdemokraten klar gemacht, „dass wir die Partei sind, die sich um die Menschen kümmert, die hart arbeiten“.
Verwendete Quellen: jki/AFP


