US-Militär versenkte 44 SchiffeDonald Trump sicher: Die gesamte Marine des Iran ist vernichtet

Nach israelischen Angriffen am Samstag stehen Öldepots in Teheran in Flammen. Die US-Regierung betont aber, die Energie-Infrastruktur verschonen zu wollen. Gleichzeitig verkündet Donald Trump eigene Militärerfolge. Nach seinen Angaben hat der Iran weder Marine noch Flugabwehr mehr.
Das US-Militär hat nach Angaben von Präsident Donald Trump die Marine des Irans zerstört. Man habe 44 ihrer Schiffe versenkt - „ihre gesamte Marine“, sagte Trump dem Sender ABC News nach dessen Angaben. Unabhängig überprüfen ließen sich diese Angaben nicht. Die gesamte iranische Marine außer Gefecht zu setzen, ist eines der erklärten Ziele des US-Militärs im Krieg gegen den Iran.
Nach Trumps Angaben haben die USA zudem die Luftwaffe des Irans lahmgelegt. „Ihre Flugabwehrsysteme sind Geschichte. Sie haben absolut keine Verteidigung mehr“, sagte Trump laut ABC News.
Die den iranischen Revolutionsgarden nahestehende Nachrichtenagentur Tasnim meldete, bei dem US-Angriff auf die Fregatte „IRIS Dena“ seien 104 der Besatzungsmitglieder gestorben, weitere 20 würden vermisst. Überlebt haben demnach 32 Mitglieder der Besatzung, die in Sri Lanka mit Verletzungen im Krankenhaus behandelt würden. Das Schiff wurde übereinstimmenden Medienberichten zufolge in der vergangenen Woche von einem U‑Boot der US-Kriegsmarine mit einem Torpedo beschossen und versenkt.
Während die Angriffe andauern, versucht Washington, die Märkte zu beruhigen. Die US-Armee greife im Iran keinerlei Öl- oder Gas-Anlagen an, sagte US-Energieminister Chris Wright dem Sender CNN. Zu einem israelischen Angriff auf Öldepots in und nahe der iranischen Hauptstadt Teheran am Samstag sagte der Minister, dabei habe es sich um „örtliche Treibstofflager zum Auffüllen des Benzintanks“ gehandelt.
Die iranische Militärführung drohte daraufhin mit Angriffen auf Ölanlagen in der Golfregion, falls Israel weiterhin Energie-Infrastruktur im Iran ins Visier nimmt. Die Regierungen anderer mehrheitlich muslimischer Staaten in der Region müssten die USA und Israel „so schnell wie möglich“ vor weiteren Angriffen warnen, erklärte das zentrale iranische Militärkommando dem Staatsfernsehen. Andernfalls werde die iranische Armee „ähnliche Schritte in der Region ergreifen“, erklärte die Armeeführung. „Wenn ihr mit Ölpreisen von mehr als 200 Dollar pro Barrel zurechtkommt, spielt nur weiter dieses Spiel.“
Angesichts der massiv gestiegenen Ölpreise auf dem Weltmarkt sagte US-Energieminister Wright, die Auswirkungen des Iran-Krieges seien vorübergehend - „im schlimmsten Fall ein paar Wochen, aber nicht Monate“. Seit Beginn des Iran-Kriegs ist die Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft, de facto gesperrt. Die Meerenge zwischen der arabischen Halbinsel und dem Iran wird vom iranischen Militär kontrolliert.
Die Energiepreise würden „nicht viel höher steigen, als sie jetzt sind, denn die Welt ist sehr gut mit Energie versorgt“, bekräftigte Wright im Sender CBS. „Es gibt keine Energieknappheit in der gesamten westlichen Hemisphäre.“ Bei den Preisanstiegen handele es sich lediglich um „emotionale Reaktionen und die Angst, dass es sich um einen lang dauernden Krieg handelt“, sagte der Minister. „Dies ist kein lang dauernder Krieg.“
Verwendete Quellen: uzh/dpa/AFP


