300 Lynx-Panzer inklusive!Rumänien macht Mega-Deal! Kriegsmaterial für Milliarden bei Rheinmetall bestellt

In der Nacht zu Freitag trifft eine Drohne ein Wohnhaus in Rumänien. Nur wenige Stunden später geben die Behörden des Landes eine Großbestellung bei Rheinmetall in Auftrag. Der Rüstungskonzern spricht von einem „bedeutenden Erfolg“.
Der Rüstungskonzern Rheinmetall hat sich in Rumänien das größte internationale Auftragspaket seiner jüngeren Unternehmensgeschichte gesichert. Der Nato- und EU-Staat bestellt Rheinmetall zufolge ein milliardenschweres Rüstungspaket, wie der Düsseldorfer Konzern mitteilte. Die Aufträge zur Fertigung von Gefechtsfahrzeugen, Flugabwehrsystemen, Munition und Munitionskomponenten sowie vier Marineschiffen beliefen sich auf einen Gesamtwert von 5,7 Milliarden Euro. Sie umfassen unter anderem knapp 300 Lynx-Panzer. Die entsprechenden Verträge seien bereits unterzeichnet.
Rheinmetall wird zur Realisierung der Aufträge seine bereits seit vielen Jahren in Rumänien vorhandenen Kapazitäten deutlich ausweiten und auch einen Technologietransfer gewährleisten. Ein Großteil der Wertschöpfung erfolgt in Rumänien. Die Auslieferungen sollen 2028 beginnen und bis 2030 abgeschlossen sein. „Dies ist ein bedeutender Erfolg für uns“, sagte Rheinmetall-Chef Armin Papperger. „Dies bestätigt auch unseren Anspruch, unsere Rolle als eine der industriellen Stützen der europäischen Sicherheitsvorsorge weiter auszubauen.“
Nach Angaben von Rheinmetall erteilte Rumänien den Auftrag am vergangenen Freitag. In der Nacht zuvor waren in der rumänischen Stadt Galati nahe der Grenze zur Ukraine ein 14-Jähriger und eine 53 Jahre alte Frau durch einen Drohnen-Einschlag verletzt worden. Auch ein Feuer war daraufhin ausgebrochen. Es war der erste Drohneneinschlag in einem Wohnhaus außerhalb der Ukraine seit Beginn des russischen Angriffskrieges 2022.
Am Sonntag hatte der rumänische Präsident Nicusor Dan erklärt, dass es sich bei der Drohne um ein russisches Fabrikat gehandelt habe. Der russische Staatschef Wladimir Putin hatte das bezweifelt und erklärt, Russland bedrohe keine europäischen Nationen.
Ohnehin wird die westliche Rüstungsindustrie nach dem russischen Überfall auf die Ukraine für die Stärkung der Streitkräfte gebraucht. Das Abrücken der US-Regierung unter Präsident Donald Trump von der Nato und der geplante Abzug von US-Truppen aus Deutschland dürften die Nachfrage aus Europa nach Waffen und Munition weiter ankurbeln.
Verwendete Quellen: nbr/rts/AFP


