Spuren im Garten entdeckt?Igelkot oder Rattenkot? So erkennt ihr den Unterschied

Igel
Dunkle Hinterlassenschaften auf dem Rasen entdeckt? An Größe, Form, Menge und Fundort könnt ihr erkennen, ob es sich um einen Igel oder eine Ratte handelt.
picture alliance / imageBROKER | Kevin Sawford

Da liegt plötzlich etwas Dunkles auf dem Rasen – aber welches Tier hat hier sein Geschäft hinterlassen?
Ein genauer Blick lohnt sich. Denn während ein Igel im Garten meist ein gern gesehener Besucher ist, können Ratten zum Problem werden. Größe, Form, Menge und Fundort können euch dabei helfen, Igelkot und Rattenkot voneinander zu unterscheiden.

So sieht Igelkot aus

Wer nachts einen Igel durch den Garten streifen sieht, kann am nächsten Morgen durchaus seine Hinterlassenschaften entdecken. Igelkot ist üblicherweise dunkelbraun bis schwarz und länglich. Der Igelhilfeverein beschreibt gesunden Igelkot als fest und glänzend. Typischerweise ist er mehrere Zentimeter lang. Je nachdem, was der Igel gefressen hat, können darin auch unverdaute Nahrungsreste zu erkennen sein. Die Hinterlassenschaften liegen zudem häufig einzeln beziehungsweise verteilt dort, wo sich der Igel auf Nahrungssuche bewegt hat.

Lese-Tipp: Mit diesen Tipps fühlen sich Igel in eurem Garten richtig wohl

Kot eines ausgewachsenen Igels.
Kot eines ausgewachsenen Igels.
picture alliance / blickwinkel/F. Hecker | F. Hecker

So sieht Rattenkot aus

Anders sieht es bei Ratten aus. Nach Angaben des Umweltbundesamtes ist der Kot von Wanderratten kugelförmig bis länglich und etwa ein bis drei Zentimeter lang. Ein weiteres Indiz kann die Menge sein: Ratten hinterlassen häufig mehrere Kotspuren. Die Tiere halten sich bevorzugt dort auf, wo sie Nahrung und geeignete Verstecke finden. Wer also viele kleine Kotstücke an derselben Stelle entdeckt, sollte genauer hinsehen.

Rattenkot
Kotspur einer Ratte.
picture alliance/dpa | Marijan Murat
Anzeige:
Empfehlungen unserer Partner

Ratten im Garten: Was sie anlockt und warum Vorsicht geboten ist

Ratten sind nicht nur unangenehme Mitbewohner. Nach Angaben des Umweltbundesamtes können Wanderratten zahlreiche Krankheiten auf Menschen übertragen. Auch Lebensmittel und Tierfutter können durch Kot und Urin mit Krankheitserregern verunreinigt werden. Verdächtige Hinterlassenschaften solltet ihr deshalb nicht mit bloßen Händen anfassen.

Damit Ratten gar nicht erst geeignete Bedingungen vorfinden, spielt vor allem das Nahrungsangebot eine Rolle.

Das Umweltbundesamt rät unter anderem dazu, keine Speisereste auf den Kompost zu werfen. Auch herumliegendes Tierfutter kann Ratten anlocken. Müllbehälter sollten so verschlossen sein, dass die Tiere nicht an ihren Inhalt gelangen können.

Lese-Tipp: „Sehen täglich 50, 60 Stück”: Rattenplage mitten in Bremer Wohngebiet

Im Video: Mann lebt in Ratten-Hölle – diese Bilder aus dem Ekelhaus schockieren

Bei einem stärkeren Befall empfiehlt das Umweltbundesamt, sich beim zuständigen Gesundheitsamt beraten zu lassen oder einen professionellen Schädlingsbekämpfer einzuschalten. Auf Ultraschallgeräte solltet ihr euch dagegen nicht verlassen. Nach Angaben des Umweltbundesamtes haben sich Geräte, die Ratten etwa mit Ultraschall oder elektromagnetischen Feldern vertreiben sollen, als wirkungslos erwiesen.

Wer im Garten Kot entdeckt, kann deshalb zunächst Größe, Form, Menge und Fundort vergleichen. Bei mehreren kleinen, bis zu wenigen Zentimeter langen Hinterlassenschaften und weiteren Anzeichen für Ratten sollte ein möglicher Befall ernst genommen werden.

Verwendete Quellen: Umweltbundesamt, Igelhilfeverein