Öko-Test macht den VergleichWelches Mineralwasser ist das beste? Die Tops und Flops!

Eine Person trinkt Wasser unter direkter Sonneneinstrahlung an einem heißen Sommertag. Symbolfoto für die Bedeutung ausreichender Flüssigkeitszufuhr bei Hitze, Hitzewellen und zunehmenden klimatischen Belastungen
Bei dieser Hitze gilt: Immer rein mit dem kühlen Nass!
picture alliance / CHROMORANGE / Michael Bihlmayer

Die Deutschen lieben ihr Blubberwasser!
Medium-Mineralwasser ist für viele der perfekte Kompromiss: nicht still, nicht zu sprudelig, einfach erfrischend. Öko-Test hat die Qualität von 56 Marken getestet und ist mit vielen sehr zufrieden. Nur ein Produkt rauscht mit „mangelhaft“ ab.

So lief der Mineralwasser-Test ab

Öko-Test hat Medium-Mineralwasser aus ganz Deutschland eingekauft. Die Preisspanne reichte von 19 Cent bis 1,45 Euro pro Liter. Untersucht wurden die Wässer unter anderem auf Pestizidabbauprodukte, Süßstoffe, Nitrat, Chrom(VI), Schwermetalle Arsen, Cadmium und Blei sowie sogenannte Ewigkeitschemikalien, die in der Natur kaum bis gar nicht abbaubar sind.

Außerdem schaute Öko-Test auf die „ursprüngliche Reinheit“. Denn natürliches Mineralwasser wird gern mit genau diesem Qualitätsversprechen verkauft: Es soll aus geschützten unterirdischen Quellen stammen und besonders rein sein. Funde von Pestizidabbauprodukten, Süßstoffen oder PFAS können dieses Bild jedoch trüben.

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Testverlierer: Bad Harzburger Medium fällt mit „mangelhaft“ durch

Der klare Verlierer im Test ist Bad Harzburger Medium vom Anbieter Bad Harzburger Mineralbrunnen (77 Cent pro Liter). Der Grund für das Gesamturteil „mangelhaft“: Das Labor wies erhöhte Arsenwerte nach. Arsen kann in anorganischer Form problematisch sein. Öko-Test verweist auf Einschätzungen der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit, wonach der Stoff schon in kleinen Mengen mit Risiken für Haut-, Lungen- und Harnwegstumore in Verbindung gebracht wird. Die festgestellte Menge ist laut Öko-Test zwar nicht akut gesundheitsgefährdend – den erlaubten Gehalt nach Mineral- und Tafelwasser-Verordnung schöpft er aber zu mehr als der Hälfte aus. Dafür gab es deutlichen Punktabzug.

Zusätzlich bewertete Öko-Test die „ursprüngliche Reinheit“ als „mangelhaft“, unter anderem wegen erhöhtem TFA, einer Ewigkeitschemikalie, die über Kältemittel oder als Abbauprodukt von Pestiziden ins Grundwasser gelangen. Genau deshalb ist der Fund in einem Alltagsgetränk wie Mineralwasser so unangenehm.

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Keine 20 Cent pro Liter: Diese Discounter-Wässer sind top

Wer nicht viel für seinen Sprudel ausgeben will, muss laut Test nicht automatisch Abstriche bei der Qualität machen. Viele der Testsieger kosten nur 19 Cent pro Liter und schneiden wie deutlich teurere Produkte mit „sehr gut“ ab, darunter zum Beispiel K-Classic Natürliches Mineralwasser Medium von Kaufland oder Saskia Natürliches Mineralwasser Medium von Lidl.

Aber auch, wer lieber zu bekannten Marken greift, findet unter den Testsiegern gute Kandidaten. Dazu gehören etwa
Gerolsteiner Medium (0,87 Euro pro Liter) und Selters Medium (0,92 Euro pro Liter).

Ganz ohne Kritik kommt der große Test trotz vieler Bestnoten nicht aus. In fast zwei Dritteln der untersuchten Produkte fand das Labor TFA. In den meisten Fällen waren es nur Spuren., bei sechs Wässern stufte Öko-Test die Werte allerdings als erhöht ein.
Hinzu kommen vereinzelt Pestizidabbauprodukte und Süßstoffe. Öko-Test bewertet solche Funde vor allem deshalb kritisch, weil sie das Versprechen der „ursprünglichen Reinheit“ infrage stellen. Das bedeutet nicht automatisch, dass akute Gesundheitsgefahr besteht. Aber es heißt: In einigen Flaschen steckt mehr drin, als Verbraucherinnen und Verbraucher bei Mineralwasser erwarten dürften.