Kerosin-KriseUrlaub in Gefahr! Was uns in den Sommerferien erwartet

Wenn der Sommerurlaub zur Zitterpartie wird:
Während Familien vom Strand träumen, rechnen Airlines schon durch, wie weit das Kerosin noch reicht – und was dann zuerst gestrichen werden muss. Viele, die Urlaub geplant haben, bangen, ob ihr Flug in ein paar Wochen ausfällt.
Kerosin wird knapp, Tickets steigen: Drohen uns im Sommer 2026 gestrichene Flüge – und wie sicher ist der Urlaub wirklich?
In Fußgängerzonen wie in München ist die Verunsicherung längst angekommen. „Wir fliegen in zwei Wochen – wir hoffen, dass es nicht ausfällt“, sagen Passanten, andere klagen, dass man sich Flüge „teilweise gar nicht mehr leisten“ könne, vor allem mit Familie.
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Die Energiekrise spitzt sich zu, auch wenn es heute für ein paar Tage Entwarnung gab. Vorübergehend macht der Iran die wichtige Straße von Hormus auf. Doch durch die lange Sperrung klemmen wichtige Lieferketten für Öl und Kerosin, der europäische Flugverband warnt, die Reserven könnten nur noch wenige Wochen reichen. Hinter den Kulissen wird längst von einer „Kerosinkrise“ gesprochen – und Airlines prüfen, wo zuerst der Rotstift angesetzt werden kann.
Branchenexperten zeichnen ein klares Szenario: Wenn Treibstoff knapp wird, fallen zuerst die Randverbindungen – also die ganz frühen Morgen- und die späten Abendflüge, die weniger stark gebucht sind. Kurzstrecken innerhalb Deutschlands oder in Nachbarländer haben ein höheres Streichungsrisiko, weil es hier Bahn-Alternativen gibt.
Beliebte Urlaubslinien sicher!
Ferienflieger mit hoher Auslastung dagegen gelten als vergleichsweise sicher: Das knappe Kerosin wird zuerst auf Routen eingesetzt, auf denen Airlines am meisten verdienen – also auf gut gefüllten Urlaubslinien nach Spanien, Griechenland & Co.
Und was passiert, wenn der eigene Flug wirklich gestrichen wird? Reisejuristen beruhigen: Wird eine Reise von Airline oder Veranstalter abgesagt, müssen Kunden den Flug- oder Pauschalreisepreis zurückbekommen, Extrakosten dürfen nicht einfach aufgedrückt werden.
Werden bereits gebuchte Pauschalreisen teurer?
Bei Pauschalreisen können Veranstalter zwar nachträglich erhöhen – aber nur unter engen Bedingungen: Maximal 8 Prozent Aufschlag, die gestiegenen Kosten (etwa Kerosin) müssen nachweisbar sein und die Info muss spätestens 20 Tage vor Abreise kommen. Große deutsche Veranstalter signalisieren, dass sie mit solchen Nachforderungen sehr vorsichtig wären – ausschließen lässt sich das bei einzelnen Anbietern aber nicht.
Die scheinbar gute Nachricht für Urlauber: Der Sommerurlaub fällt voraussichtlich nicht reihenweise ins Wasser – aber er wird deutlich teurer. Flüge und Hotels haben die Preise schon merklich angezogen, teils um bis zu 50 Prozent, besonders bei gefragten Zielen im Mittelmeerraum.
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Wer jetzt erst bucht, spürt das besonders: weniger Auswahl, weniger günstige Flüge, höhere Ticketpreise. Der Tipp der Experten: Möglichst früh und flexibel buchen, eher Hauptverbindungen wählen statt exotischer Randstrecken – und bei Pauschalreisen genau ins Kleingedruckte schauen, was zu Preisänderungen erlaubt ist. (ros)
Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherchen, focus.de, handelsblatt.de


























