RTL fragt AIDA, Mein Schiff und MSCWegen der Folgen des Iran-Kriegs! Werden Kreuzfahrten jetzt noch teurer?

Seltenes Schauspiel: Gleich drei Kreuzfahrtschiffe machen in Warnemünde fest.
Seltenes Schauspiel: Gleich drei Kreuzfahrtschiffe machen in Warnemünde fest. (Archivbild)
Stefan Sauer/dpa

Urlaub wird immer „meer“ zum Luxusgut!
Seit dem Iran-Krieg haben sich nicht nur die Tankkosten für Autofahrer erhöht: Auch wenn der Preis zuletzt wieder gesunken ist, bleibt das Tanken weiterhin noch sehr viel teurer als vor Kriegsbeginn Ende Februar. Und auch die Kreuzfahrtreedereien, egal ob sie nun mit Schweröl, Marinediesel oder LNG ihre Schiffe betanken, stehen weiterhin unter Preisdruck. Aber was bedeutet das für die Kunden? RTL.de fragte bei den beliebtesten Kreuzfahrern mal an!

Welche Reedereien planen jetzt Treibstoffkostenzuschläge?

Reporter Ralf Herrmann durfte an Bord von AIDA Cosma hinter die Kulissen blicken.
Auch die AIDA, hier die Cosma, wurde von RTL angefragt.
Aida

Ende Februar hatten Israel und die USA den Iran angegriffen, es folgten Rache-Schläge der iranischen Mullah-Regierung – und Chaos im Nahen Osten. Betroffen auch Tausende Kreuzfahrt-Passagiere. Zunächst stornierten die Reedereien ihre Reisen im Persischen Golf und im Orient, doch die organisatorischen Folgen betreffen inzwischen auch andere Reisegebiete. Viele Schiffe sind über den Rest des Jahres auf alternativen Routen unterwegs. Zu den von Änderungen betroffenen Reedereien gehören AIDA und TUI Cruises, auch MSC Cruises sagte alle Orient-Kreuzfahrten ab.

Doch kommt es nun für Schiff-Fans noch dicker und es wird alles teurer, weil es Treibstoffzuschläge geben soll? Denn die Reederei A-Rosa Flussschiff hat als eine der ersten Reedereien auf seiner Website bekannt gegeben, dass sie einen Energiekostenzuschlag auf alle Neubuchungen für 2026 erheben, basierend auf den AGB. Von neun Euro pro Tag und Passagier ist die Rede.

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Aida Cruises verkauft seine Reisen laut RTL-Infos bis 2028 zu festen Preisen, die auch nachträglich nicht erhöht werden. So heißt es aus der Firmenzentrale in Rostock zu RTL.de: „Wenn es auch mittel- und langfristig zu deutlich höheren Kraftstoff- und Energiepreisen kommt, wird sich das in der Zukunft in den Preiskalkulationen auswirken. Allerdings sind Energiekosten nur ein Bestandteil der Kosten bei Kreuzfahrten.”

MSC Cruises ließ eine RTL.de-Anfrage unbeantwortet. Das Unternehmen nimmt derzeit keine Stellung zu Energiekostenzuschlägen.

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Offener ist da TUI Cruises, also „Mein Schiff“. Das Schifffahrtsunternehmen aus Hamburg kann höhere Treibstoffkosten durch Termingeschäfte in Teilen abfedern. Die Reederei bestätigt RTL.de: „Ein wesentlicher Teil des Bedarfs ist für das laufende Jahr bereits im Voraus abgesichert.“ Aber: „Grundsätzlich prüfen wir unsere Preisgestaltung und Kostenentwicklung fortlaufend im Rahmen unserer regulären Planung. Konkrete Maßnahmen oder Anpassungen bewerten wir situationsabhängig und zum gegebenen Zeitpunkt.“

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Die auch sehr beliebte Reederei, Costa Kreuzfahrten, hat laut RTL-Infos ebenfalls keine Pläne, ihr derzeitiges Preismodell zu ändern. Dort heißt es: „Kreuzfahrten bieten weiterhin ein außergewöhnlich hohes Preis-Leistungs-Verhältnis, mit einem Vorteil von 20 bis 45 Prozent gegenüber vergleichbaren Urlauben an Land.“

Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche