Betrüger locken mit Mega-SchnäppchenAutokauf: Polizei warnt vor fieser Masche – Geld ist weg!

Auto zu verkaufen, Zettel hinter der Windschutzscheibe eines alten schmutzigen PKW
Bei manchen Angeboten ist der Zustand des Autos offensichtlich.
picture alliance / CHROMORANGE / Elke Münzel

Beim Autokauf ist derzeit Vorsicht geboten. Laut Polizei locken Betrüger immer häufiger auch professionelle Interessenten mit angeblichen Unfallfahrzeugen zu Schnäppchenpreisen in die Falle. Eine neue Initiative soll helfen.

Wer ein Auto kaufen will, sollte selbst bei professionell wirkenden Offerten auf der Hut sein. „Aktuell häufen sich Betrugsfälle mit vermeintlich günstigen Fahrzeugangeboten“, warnte jüngst die Pforzheimer Polizei auf Instagram. Oft würden angeblich Unfallfahrzeuge zu Schnäppchenpreisen angeboten. Die Täter verlangen demzufolge eine Anzahlung, bevor das Auto besichtigt oder übergeben werde. „Das Problem: Weder das Fahrzeug noch die angeblichen Verkäufer existieren.“ Das Geld sei verloren.

Das Problem betrifft nicht nur private Interessenten. Auch Kfz-Händler, Autoclubs oder etablierte Autohäuser fallen auf die Masche herein. Konkrete Zahlen gibt es nicht. Der Verband des Kraftfahrzeuggewerbes Baden-Württemberg sieht aber einen Trend: „Betrugsfälle im Kfz-Gewerbe nehmen spürbar zu - eine Betrugswelle, die mit neuen Tricks Fahrt aufnimmt und an Professionalität gewinnt.“

Anders als früher gebe es inzwischen regelmäßig Täuschungsversuche dieser Art, berichtete Hauptgeschäftsführer Carsten Beuß. „Insofern müssen wir leider von einer deutlich steigenden Tendenz ausgehen, gerade in den letzten zwei, drei Jahren.“

Die Täter arbeiten dem Verband zufolge immer raffinierter: mit digitalen Kanälen, täuschend echten Identitäten und ausgeklügelten Vorgehensweisen. „Die Folgen reichen von finanziellen Schäden hin zu erheblichen Reputationsrisiken.“ Wachsamkeit sei daher unerlässlich.

Autoscout24, mobile.de, Kleinanzeigen und der Autoclub ADAC haben mit der Polizei die „Initiative Sicherer Autokauf im Internet“ gegründet. Sie soll Verbraucherinnen und Verbraucher aufklären und Tipps bieten.

Verwendete Quellen: chr/dpa