Die Hitze bleibt nicht ohne FolgenFritten-Frust! Darum sind unsere Pommes plötzlich kürzer
Kleine Kartoffeln, kurze Pommes – und steigende Kosten.
Der heiße und trockene Sommer macht Kartoffelbauern und Imbissbetreibern zu schaffen. Die Ernte fällt deutlich kleiner aus als im Vorjahr. Für Pommes-Fans könnte das Folgen haben.
Trockenheit wirkt sich auf Kartoffelernte aus
Manchmal kommt es eben doch auf die Länge an – zumindest bei Pommes. Igor Blazevic betreibt einen Imbiss in Siegburg und weiß genau, was viele seiner Kunden wollen. .„Die Kunden sind gewohnt, eine schöne lange Pommes zu haben, und das ist das, was die meisten möchten“, sagt Blazevic im RTL-Interview. Doch zuletzt war dieser Wunsch schwieriger zu erfüllen. Denn die Kartoffeln, aus denen seine Pommes gemacht werden, sind ein Naturprodukt. Und das hat unter dem Wetter gelitten.
Wie groß der Unterschied sein kann, zeigt Kartoffelbauer Franz Josef Siegers am Niederrhein. Auf seinen Feldern wachsen Kartoffeln, die später geschnitten und vorfrittiert werden und unter anderem als Tiefkühlpommes im Supermarkt landen. Doch nicht alle Knollen sind in diesem Jahr gleich groß geworden. Auf Flächen, die nicht bewässert werden konnten, blieben die Kartoffeln deutlich kleiner.
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„Das sind die Kartoffeln vom Feld, welches wir nicht beregnen konnten“, erklärt Siegers. Auf dem bewässerten Feld sehe das bei gleicher Sorte und nahezu identischen Böden ganz anders aus. Für ihn ist deshalb klar: Der entscheidende Faktor war der Wassermangel.
Werden Pommes jetzt teurer?
Hitze und Trockenheit haben den Pflanzen zugesetzt. Nach einer Schätzung des Statistischen Landesamts werden in Nordrhein-Westfalen in diesem Jahr rund 1,8 Millionen Tonnen Kartoffeln geerntet. Das wären fast 30 Prozent weniger als im Vorjahr und der niedrigste Wert seit 2018. Für Landwirte sind kleine Knollen gleich doppelt ärgerlich: Sie eignen sich schlechter für lange Pommes – und können gleichzeitig weniger Ertrag bedeuten.
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Und die Folgen können bis zur Pommesbude reichen. Imbiss-Chef Blazevic musste für seine Ware zuletzt bereits tiefer in die Tasche greifen. Eine schlechtere Ernte sorgt häufig für höhere Einkaufspreise. Zumindest bei Blazevic sollen die Kunden davon vorerst aber nichts merken. Seine Preise will der Imbissbetreiber zunächst stabil halten. Die große Portion Pommes kostet bei ihm weiterhin 5,10 Euro. Denn egal, ob lang oder kurz: Die Freude an der Portion Fritten möchte er seinen Kunden nicht verderben.
Verwendete Quellen: RTL

